Hoffnungsschimmer für die Wirtschaft: Deutsche Konjunktur könnte Wachstum verzeichnen
In positiver Erwartung blickt Deutschland auf das erste Quartal, da die Bundesbank nach zwei Jahren der Rezession ein leichtes Wachstum prognostiziert. Die aktuellen Monatsberichte zeigen einen Aufschwung in Industrie und Bauwesen, begünstigt durch die milde Witterung, obwohl der Jahresbeginn für beide Branchen einen schwachen Start verzeichnete.
Die Konsumnachfrage bleibt jedoch verhalten, da viele Menschen angesichts von Arbeitsplatzunsicherheiten mit ihren Ausgaben vorsichtig umgehen. Trotz dieser Zurückhaltung könnte der Dienstleistungssektor in den ersten Monaten des Jahres leicht zulegen. Zusammengenommen dürfte dies zu einem moderaten Anstieg der Gesamtwirtschaftsleistung führen, trotz einer unverändert schwachen konjunkturellen Grundtendenz.
Volkswirte schöpfen Hoffnung aus Frühindikatoren wie der erhöhten Industrieproduktion und setzen auf Wachstum durch das milliardenschwere Schuldenpaket der Regierung, das höhere Investitionen in Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz beinhaltet. Eine positive Stimmung unter den Unternehmen wird durch den gestiegenen Konjunkturindex des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) reflektiert.
Die Bundesbank mahnt jedoch zur Vorsicht, da die Perspektiven für Deutschland aufgrund unvorhersehbarer Faktoren, insbesondere der Handelspolitik der USA unter der Führung von Donald Trump, unsicher bleiben. Eine angespanntere Exportlage könnte tatsächlich zu größeren Dämpfern führen, sollten umfangreichere Zölle gegenüber der EU eingeführt werden. Dennoch besteht Hoffnung, dass das finanzielle Engagement der Regierung den wirtschaftlichen Aufschwung in den kommenden Jahren fördern könnte.
Ein düsteres Bild zeichnet das Ifo-Institut mit einer Prognose von lediglich 0,2 Prozent Wachstum für 2025, während die OECD etwas optimistischer auf 0,4 Prozent hofft. Im vergangenen Jahr schrumpfte die deutsche Wirtschaft um 0,2 Prozent – das zweite Jahr, in dem Europas größte Volkswirtschaft in die Rezession geriet. Erwartet werden konkrete Zahlen zur Wirtschaftsentwicklung des ersten Quartals Ende April durch das Statistische Bundesamt.

