Hoffnung trotz Handelsstreit: Linnemann glaubt an Freihandelsabkommen
Mit einem positiven Ausblick begegnet CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann dem aktuellen wirtschaftspolitischen Spannungsfeld zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten. Trotz der Hürden, die der bestehende Handelskonflikt birgt, hält Linnemann die Aussicht auf ein richtungsweisendes Freihandelsabkommen zwischen den Wirtschaftsgiganten für realistisch.
Dabei betont er die Bedeutung einer Einigung für rund 800 Millionen Menschen in den beteiligten demokratischen Staaten. Diese hätten ein grundlegendes Interesse daran, globale Standards gemeinsam zu gestalten, vor allem im Hinblick auf den Wettbewerb mit China.
Die Gespräche über ein solches Abkommen hatten 2016 keinen Abschluss gefunden, und mit der Amtsübernahme Donald Trumps verschärfte sich der Ton der Gespräche. Der Präsident der Vereinigten Staaten zieht es vor, durch Zölle gegen den Handelsvorsprung Europas vorzugehen. Diese protektionistischen Maßnahmen sind Teil der aktuellen Differenzen, lassen aber den Optimismus des CDU-Generalsekretärs ungebrochen.
Dem Treffen zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz und Präsident Trump in Washington sieht Linnemann mit Zuversicht entgegen. Er setzt auf ein respektvolles und produktives Gespräch. Merz bringe ideale Voraussetzungen mit, um in einen Dialog mit dem US-Präsidenten zu treten. Als ehemaliger Vorsitzender der Atlantikbrücke und durch zahlreiche Aufenthalte in den USA sei Merz bestens mit den transatlantischen Beziehungen vertraut.

