Hoffnung auf Versorgung im Gazastreifen: WFP liefert Nahrungsmittel trotz logistischer Hürden
Das Welternährungsprogramm (WFP) hat seit der Waffenruhe im Gazastreifen eine bedeutende Menge an Nahrungsmitteln in die Region gebracht. Mehr als 6.700 Tonnen Lebensmitteln wurden bereitgestellt, eine Menge, die etwa einer halben Million Menschen für zwei Wochen genügt, so Abeer Etefa, WFP-Sprecherin für den Bereich in Genf. Dennoch bleibt der Bedarf erheblich höher, denn die Vereinten Nationen kalkulieren täglich etwa 2.000 Tonnen.
Obwohl die Hilfsgüter bereitstehen, stellt die gegenwärtige Beschränkung auf nur zwei geöffnete Grenzübergänge ein großes logistisches Hindernis dar. Die Möglichkeit, größere Mengen zu transportieren, ist dadurch stark eingeschränkt. Aktuell sind im Küstengebiet 26 Verteilzentren in Betrieb, alle im südlichen und zentralen Teil des Gazastreifens. Aufgrund der zerstörten Infrastruktur und den Trümmern auf den Straßen ist eine rasche Eröffnung weiterer Zentren kaum realisierbar. Besonders für den nördlichen Teil der Region ist die Öffnung zusätzlicher Grenzübergänge essentiell für die Versorgung der Bevölkerung.
Erfreulicherweise blieb das WFP seit Beginn der Waffenruhe von Plünderungen verschont. Weder verzweifelte, hungernde Einwohner noch bewaffnete Gruppen haben die Lieferungen angegriffen, so Etefa weiter. Insgesamt scheinen die Menschen vorsichtig optimistisch, dass die Nahrungsmittel in ausreichendem Maße ankommen und eine umfassende Versorgung aller gewährleistet werden kann.

