Hochtief sichert sich bedeutenden Nuklearauftrag in Großbritannien
Der deutsche Baukonzern Hochtief hat einen spektakulären Erfolg erzielt: Ein Auftrag im Milliardenbereich am britischen Atomkraftwerk Sellafield wurde dem Unternehmen zugesprochen. Der Vertrag beläuft sich auf beeindruckende 595 Millionen britische Pfund, was rund 685 Millionen Euro entspricht. Gemeinsam mit zwei weiteren Unternehmen erhielt Hochtief Aufträge mit einem Gesamtvolumen von bis zu 2,9 Milliarden Pfund. Die Vertragslaufzeit beträgt zunächst neun Jahre und kann um weitere sechs Jahre verlängert werden. Dies gab der MDax-Konzern am Montag bekannt und verzeichnete prompt einen Kursanstieg der Aktie um rund 1,5 Prozent.
Der Auftrag umfasst umfassende Planungs- und Engineering-Leistungen sowie die Umsetzung von Infrastrukturarbeiten zur Unterstützung des Betriebs und der Stilllegung von Anlagen des Atomkraftwerks. Juan Santamaria Cases, Vorstandsvorsitzender von Hochtief, betont, dass dieser Abschluss eine Bestätigung für die jahrzehntelange Expertise des Unternehmens im Nuklearbereich ist.
Einst Teil der RWE-Familie, hat sich Hochtief ein bemerkenswertes Renommee im Bau und Rückbau von Atomkraftwerken erarbeitet. In Deutschland war der Konzern an 13 Atomkraftwerken beteiligt und spielt nun auch eine wesentliche Rolle beim Rückbau, unter anderem im hessischen Biblis. Heute ist Hochtief mehrheitlich im Besitz des spanischen Infrastrukturkonzerns ACS. Santamaria Cases, der auch Chef von ACS ist, hebt hervor, dass Hochtief sein Portfolio an langfristigen Verträgen mit wichtigen globalen Kunden stetig erweitert.

