Hinter den Kulissen der Diplomatie: Verwirrung um geplantes Außenministertreffen
Der stellvertretende russische Außenminister Sergej Rjabkow hat Medienberichte über eine vermeintliche Verschiebung des geplanten Treffens zwischen Außenminister Sergej Lawrow und seinem US-amerikanischen Kollegen Marco Rubio zurückgewiesen. Er betonte, dass es keine echte Verschiebung geben könne, da bislang weder Zeitpunkt noch Ort eines solchen Treffens vereinbart wurden. Obwohl die Idee eines Dialogs existiert, sei es noch zu früh, konkrete Details festzulegen.
Das angedachte Treffen sollte zur Vorbereitung eines Gipfels zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Ukraine-Konflikt dienen. Zwar führten Lawrow und Rubio bereits Telefongespräche zu diesem Zweck, doch bleiben viele Fragen ungeklärt. Laut dem Nachrichtensender CNN sollen unterschiedliche Erwartungen der beiden Außenminister hinsichtlich einer Lösung des seit über dreieinhalb Jahren andauernden Konflikts eine Rolle bei der Verzögerung gespielt haben.
Gleichzeitig befindet sich der ungarische Außenminister Péter Szijjártó in Washington, um ebenfalls an den Vorbereitungen für das Gipfeltreffen der Staatschefs mitzuwirken. Präsident Trump traf zudem kürzlich den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und hatte im Vorfeld ein Telefonat mit Putin. Dabei äußerte er den Wunsch, sich in naher Zukunft in Budapest mit dem Kremlchef zu treffen, doch konkrete Pläne bleiben bislang aus.

