Hessens Ministerpräsident unterstützt Krisengespräche zur Zukunft der Autoindustrie
Die geplanten Krisengespräche zwischen der Bundesregierung und der Automobilindustrie sind auf Zustimmung von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) gestoßen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) habe mit seiner Initiative klar signalisiert, dass man die wesentliche Säule der deutschen Wirtschaft nicht im Stich lassen werde. Rhein betonte in Wiesbaden die globale Spitzenstellung deutscher Ingenieure und Fachkräfte und unterstrich die Notwendigkeit, alte Verbotsdebatten hinter sich zu lassen. Die Zukunft liege in Technologieoffenheit und der Stärkung von Qualitätsprodukten, um dem internationalen Wettbewerb gerecht zu werden.
Merz hatte angekündigt, gemeinsam mit SPD und den bedeutendsten deutschen Automobilherstellern sowie deren Zulieferern nach Lösungen für die derzeitigen Herausforderungen der Branche zu suchen. Geplant sei ein industriepolitischer Dialog, der Strategien für die Zukunft der Autoindustrie entwickeln soll.
Die Branche sieht sich mit rückläufigen Verkaufszahlen, wachsender Konkurrenz aus China und der Umstellung auf E-Mobilität konfrontiert. Zusätzlich belastet der Handelskonflikt mit den USA die Unternehmen. Eine Untersuchung der Beratungsgesellschaft EY zeigt einen Rückgang von über 50.000 Stellen innerhalb eines Jahres. Um dem entgegenzuwirken, haben Hersteller wie Mercedes-Benz und VW sowie Zulieferer wie Bosch, Continental und ZF Sparmaßnahmen eingeführt.

