Hercules Capital vor Herausforderungen: Dividenden zweifelhafter Nachhaltigkeit
Hercules Capital kündigt für den 20. August eine Dividendenauszahlung von 0,48 US-Dollar pro Aktie an, was einer attraktiven Dividendenrendite von 9,0 % entspricht. Diese liegt bemerkenswert über dem Branchendurchschnitt.
Allerdings gibt es Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit dieser Zahlungen. Das Unternehmen hat bislang einen großen Teil seiner Gewinne ausgeschüttet und wies zudem keine positiven freien Cashflows auf. Dies könnte langfristig riskant sein.
Für das kommende Jahr wird ein Rückgang des Gewinns je Aktie um 9,4 % prognostiziert. Bleibt die Dividende auf dem aktuellen Niveau, könnte die Ausschüttungsquote in 12 Monaten bei 105 % liegen – ein besorgniserregend hoher Wert. Trotz einer kontinuierlichen Dividendengeschichte wurde die Ausschüttung in den letzten 10 Jahren mindestens einmal gekürzt. Seit 2014 stieg die jährliche Dividende von 1,24 auf 1,92 US-Dollar, was einer jährlichen Wachstumsrate von etwa 4,5 % entspricht.
Wichtig ist auch die Entwicklung des Gewinns je Aktie. Hier überraschte Hercules Capital positiv mit einem jährlichen Wachstum von 8,1 % über die letzten fünf Jahre. Dennoch könnte die hohe Ausschüttungsquote das zukünftige Wachstumspotenzial einschränken.
Zudem hat das Unternehmen in der Vergangenheit Aktien ausgegeben, was einem 14 %-Anteil der ausstehenden Aktien entspricht. Dies könnte die Dividendenauszahlungen pro Aktie weiter belasten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Hercules Capital momentan keine überzeugende Wahl als Dividendenaktie darstellt, da die Nachhaltigkeit der Ausschüttungen fragwürdig ist. Investoren sollten auf inkonsistente Dividendenpolitik und fehlende freie Cashflows achten.
Um Anlegern eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen, ist es ratsam, zusätzliche Warnsignale zu prüfen und auch andere vielversprechende Dividendenaktien in Betracht zu ziehen.

