Herber Rückschlag für SMA Solar: Nachfragestagnation belastet Quartalsbilanz
Der hessische Solartechniker SMA Solar sieht sich erneut mit einem herausfordernden Geschäftsjahr konfrontiert. Vor allem die anhaltend schwache Nachfrage nach Heim- und Gewerbeanlagen, gepaart mit intensivem Preis- und Wettbewerbsdruck, setzt dem Unternehmen zu. Hingegen zeigt sich der Bereich der Großkunden- und Großprojekte stabil, wenn auch auf einem niedrigen Umsatzniveau.
In den ersten drei Quartalen des Jahres konnte SMA Solar seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent auf 1,13 Milliarden Euro steigern. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) rutschte jedoch in die Verlustzone. Ein Minus von knapp 17 Millionen Euro wurde verzeichnet, während im Vorjahr noch ein Gewinn von 83,5 Millionen Euro erzielt wurde. Gründe hierfür sind verschiedene außerordentliche Aufwendungen, darunter Wertminderungen, Verschrottungen und Rückstellungen. Der Verlust fiel jedoch moderater aus, als Analysten prognostiziert hatten.
Das Konzernergebnis präsentierte sich mit einem Defizit von 144,5 Millionen Euro, verglichen mit einem Plus von 34,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, als erheblich belastet. Trotz der trüben Zahlen hält der Vorstand an den im September nach unten korrigierten Jahresprognosen fest.

