Helaba setzt Wachstumskurs fort: Gewinnziel in greifbarer Nähe
Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) verfolgt eine vielversprechende Zielsetzung, indem sie nach einem deutlichen Gewinnanstieg im ersten Halbjahr auf ein annähernd rekordverdächtiges Jahresergebnis für 2024 hinarbeitet. Unterstützt von einem Anstieg der Provisionserträge sowie reduzierten Rückstellungen für mögliche Kreditausfälle, hat die Bank sowohl vor als auch nach Steuern ein verbessertes Ergebnis gegenüber dem Vorjahr erzielt. Der Gewinn vor Steuern konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 11 Prozent auf 458 Millionen Euro gesteigert werden, während sich der Überschuss um etwa 15 Prozent auf 342 Millionen Euro verbesserte. Vorstandschef Thomas Groß bekräftigte, dass auch 2025 mit einem stabilen Vorsteuergewinn zu rechnen sei, wenngleich dieser leicht unter dem Vorjahresniveau liegen könnte. Mittelfristig strebt die Helaba jedoch einen Vorsteuergewinn von über einer Milliarde Euro an.
Besonders erfreulich ist die Entwicklung im Markt für gewerbliche Immobilien. Trotz herausfordernder Bedingungen zeigt der Sektor positive Signale, und das Neugeschäft wuchs auf 3,0 Milliarden Euro, verglichen mit 1,9 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Dies deutet auf eine schrittweise Erholung hin, trotz des anhaltenden Trends hin zu Homeoffice-Lösungen, der die Nachfrage nach Büroflächen in vielen Ländern gedämpft hat.
Zudem kursieren Berichte, dass die Helaba möglicherweise eine Übernahme der Wiesbadener Aareal Bank in Betracht zieht. Offizielle Stellungnahmen der beiden Unternehmen stehen weiterhin aus, was Gelegenheit für Spekulationen bietet.

