Heidelberger Druckmaschinen trotzt schwachem Auftragseingang mit Umsatzplus

Der traditionsreiche Maschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen hat es trotz eines herausfordernden Marktumfeldes geschafft, seinen Umsatz im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 zu steigern. Während die Auftragslage einen Dämpfer erhielt und der operative Gewinn schrumpfte, konnte das Unternehmen seine Umsätze in den drei Monaten bis Dezember im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 617 Millionen Euro erhöhen. Dieses Wachstum kann jedoch nicht über den Rückgang des um Sondereffekte bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hinwegtäuschen, das von 55 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf aktuell 50 Millionen Euro sank.
Die bereinigte Ebitda-Marge fiel entsprechend auf 8,2 Prozent, nachdem sie zuvor noch bei 9,2 Prozent gelegen hatte. Doch auch positive Nachrichten gibt es zu vermelden: Auf der Ebene des Nettogewinns konnte das Unternehmen in die schwarzen Zahlen zurückkehren und verzeichnete einen Gewinn von 17 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr infolge von Rückstellungen ein Verlust von 7 Millionen Euro bilanziert wurde.
Der Rückgang des Auftragseingangs von 550 Millionen Euro auf 517 Millionen Euro im Jahresvergleich sowie der Rückgang des Auftragsbestands auf 709 Millionen Euro im Vergleich zu 903 Millionen Euro im Vorjahr spiegeln jedoch die Schwierigkeiten wider, mit denen sich das Unternehmen aktuell konfrontiert sieht. Trotz dieser Herausforderungen hält das Management um den Konzernchef Jürgen Otto an seinen Zielen für das laufende Geschäftsjahr fest und bestätigt die Prognose eines Umsatzes von 2,35 Milliarden Euro. Die Marge des bereinigten operativen Gewinns wird im unteren Segment der erwarteten bis zu 8 Prozent gesehen.

