Hapag-Lloyd: Gewinnrückgang trotz steigender Transportmengen
Hapag-Lloyd, Deutschlands größte Containerreederei nach Transportmenge, hat im Geschäftsjahr 2025 einen Rückgang des Gewinns verzeichnet, was hauptsächlich auf gesunkene Frachtraten zurückzuführen ist. Laut den vorläufigen Geschäftszahlen, die das Unternehmen aus Hamburg veröffentlicht hat, betrug der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) eine Milliarde Euro. Damit erreicht das Ergebnis die obere Grenze der angepassten Prognose, liegt jedoch deutlich unter dem Vorjahreswert von 2,6 Milliarden Euro. Trotz der finanziellen Herausforderungen konnte Hapag-Lloyd eine Transportsteigerung von 12,5 auf 13,5 Millionen Standardcontainer verzeichnen.
Diese Zunahme wird vom Unternehmen mit dem Wachstum des globalen Handels sowie der Anfang 2025 gestarteten Allianz Gemini mit der Reederei Maersk begründet. Allerdings belasteten gesunkene Preise und gestiegene Kosten, darunter die Anlaufkosten der neuen Allianz, das Ergebnis. Der Umsatz reduzierte sich vorläufig um 0,5 Milliarden Euro auf 18,6 Milliarden Euro. Hapag-Lloyd plant, die detaillierten und geprüften Geschäftsberichte am 26. März zu veröffentlichen.
In bemerkenswerter strategischer Entscheidung kündigte das Unternehmen an, nach über zwei Jahren Pause das Rote Meer wieder zu befahren, gesichert durch Marineeinheiten. Diese Fahrten waren zuvor wegen Angriffen der Huthi-Miliz eingestellt worden. Mit einer Flotte von über 300 Schiffen und rund 14.000 Mitarbeitern im Bereich Linienschifffahrt ist Hapag-Lloyd global aufgestellt. Zusätzlich betreibt das Unternehmen mehr als 20 Containerterminals, an denen über 3.000 Mitarbeiter tätig sind.

