Hannover Messe: Ein Schmelztiegel der industriellen Innovationskraft
Die Hannover Messe hat einmal mehr ihren Status als einflussreiche Plattform für industrielle Neuerungen untermauert. In diesem Jahr lockte die Veranstaltung rund 127.000 Besucher an, ein leichter Rückgang im Vergleich zu den 130.000 des Vorjahres. Dennoch zeigt sich die Deutsche Messe AG zufrieden mit dem Verlauf der Messe, die erneut bestaunen ließ, welche Rolle sie im globalen Innovationsgeschehen spielt.
Mit etwa 4.000 Ausstellern aus über 60 Ländern präsentierte die Messe eine Fülle technischer Innovationen. Besonders im Fokus standen Themen wie Künstliche Intelligenz, nachhaltige Produktionsverfahren, Lösungen für die Energiewende und der Einsatz von Wasserstoff als Energieträger. Das diesjährige Partnerland Kanada machte mit 260 Ausstellern von sich reden und begegnete der Gelegenheit, neue Kooperationen in Europa zu knüpfen, mit großem Enthusiasmus.
Der Schulterschluss zwischen globalen Technologie-Riesen und aufstrebenden Start-ups verlieh der Messe einen besonderen Drive. Vertreten waren Schwergewichte wie Microsoft, Google und Amazon Web Services, aber auch Siemens und Bosch zeigten ihre technologischen Avantgardeprodukte. Für Mittelständler und über 300 Start-ups bot sich eine Bühne, die ihnen neue Marktregionen erschließt und wichtige Partnerschaften anbahnt.
Jochen Köckler, Chef der Messe, betonte die Rolle der Veranstaltung in einer von Unsicherheiten geprägten Weltlage als Schmelztiegel für Technik, Wirtschaft und politischen Dialog. Gunther Kegel vom Verband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI und Thilo Brodtmann vom VDMA unterstrichen den essenziellen Beitrag der Messe zu global vernetzten, innovationsgetriebenen Industrien.
Bereits rund um den Globus fortschrittliche Lösungsstrategien entwickelt, sucht Kanada nach den Handelswirren der letzten Jahre vor allem europäische Partner, was nach Bekunden ihres Sonderbeauftragten Stéphane Dion mit Erfolg gelang. Für das Jahr 2025 steht bereits Brasilien als neues Partnerland in den Startlöchern, das von 20. bis 24. April erwartet wird, die Innovationsfackel weiterzutragen.

