Handelsgespräche zwischen Kanada und USA wiederbelebt – Einigung bis 2025 im Visier
In einer überraschenden Wendung haben Kanada und die Vereinigten Staaten angekündigt, ihren Handelsdialog wieder aufzunehmen. Der kanadische Premierminister Mark Carney gab bekannt, dass Kanada seinen Plan, eine Steuer auf US-Technologieunternehmen einzuführen, vorerst ausgesetzt hat. Diese Entscheidung erfolgte im Lichte der Hoffnung auf ein umfassendes Handelsabkommen, das beiden Ländern zugutekommen soll.
Die Steuer sollte ursprünglich ab diesem Montag greifen, wird nun jedoch aufgeschoben. Der US-Präsident Donald Trump hatte noch am vergangenen Freitag alle Handelsgespräche mit Kanada abrupt beendet und drohte mit neuen Zöllen als Reaktion auf die angedachte Digitalsteuer. Er bezeichnete diese Steuer als direkten Angriff auf die USA und zog Parallelen zu ähnlichen Maßnahmen der Europäischen Union, mit der gerade weiterhin über das Thema verhandelt wird.
Nun einigten sich Carney und Trump darauf, die Verhandlungen wiederaufzunehmen. Ein Zieltermin für eine Einigung wurde auf den 21. Juli 2025 gesetzt. Der kanadische Finanzminister François-Philippe Champagne äußerte sich positiv darüber, dass der Verzicht auf die Steuer die Verhandlungen über eine neue wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusammenarbeit beschleunigen könnte.
Die Digitalsteuer, die ursprünglich noch während der Amtszeit von US-Präsident Joe Biden eingeführt worden war, zielte darauf ab, große digitale Unternehmen zur Kasse zu bitten, die Einnahmen von Online-Nutzerinnen und -Nutzern in Kanada generieren.

