Hamas signalisiert Bereitschaft zu neuer Waffenruhe im Gaza-Konflikt
Im anhaltenden Konflikt im Gazastreifen zeichnet sich durch Initiativen aus Ägypten und Katar ein Hoffnungsschimmer am Horizont ab. Die islamistische Hamas, die als zentrale Konfliktpartei agiert, hat eine „positive Antwort“ auf einen jüngst unterbreiteten Waffenruhe-Vorschlag gegeben. Ein hochrangiger Hamas-Vertreter äußerte sich in dieser Weise zu dem wohl überarbeiteten Angebot, das in erster Linie von ägyptischen und katarischen Vermittlern bearbeitet wurde. Konkrete Inhalte der Vereinbarung bleiben jedoch noch im Verborgenen.
Die anhaltenden indirekten Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas, bei denen USA, Ägypten und Katar als Mediatoren auftreten, sind zuletzt ins Stocken geraten. Nach Angaben aus israelischen und amerikanischen Quellen lag die Ursache für den Stillstand bei der Hamas, die mit überzogenen Forderungen in die Verhandlungen ging. Die Entsendung der israelischen und amerikanischen Delegationen zu Beratungen in die Heimatländer hinterließ seitdem eine Verhandlungspause.
Ein wesentlicher Aspekt der jüngeren diplomatischen Bemühungen ist ein aktualisierter Vorschlag, der auf Planungen des US-Sondergesandten Steve Witkoff zurückgeht, und eine 60-tägige Waffenruhe vorsieht. Jüngste Berichte aus Israel legen nahe, dass der Plan nicht nur eine temporäre Waffenruhe, sondern auch den Austausch von Gefangenen und Entführten umfasst. Zehn lebende Geiseln und die Überreste von achtzehn Menschen sollen im Austausch für palästinensische Häftlinge freigelassen werden.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen hatte Israels Sicherheitskabinett vor kurzem die Offensive im Gaza-Streifen ausgeweitet, was unter Beobachtern auch als Verhandlungstaktik angesehen wurde. Dabei steht die Einnahme strategisch wichtiger Gebiete im Fokus, um den Druck auf die Hamas zu erhöhen. Trotz der militärischen Eskalation bleiben diplomatische Bemühungen im fast zweijährigen Konflikt weiter im Gange.

