Halloween-Euphorie im Einzelhandel: Umsatzrückgang trotz hoher Relevanz
Der bevorstehende Halloween-Abend steht erneut im Fokus der deutschen Konsumenten, auch wenn die wirtschaftlichen Erwartungen des Einzelhandels leicht gedämpft sind. Einer Umfrage des IFH Köln zufolge, die im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland durchgeführt wurde, wird für das diesjährige Gruselfest mit einem Umsatz von etwa 520 Millionen Euro gerechnet. Das bedeutet einen Rückgang um knapp 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als noch 540 Millionen Euro erzielt wurden.
Insbesondere in den Kategorien Schmuck, Accessoires, Kostüme, Schminke und Deko scheinen Verbraucher sparsamer zu sein. Viele sind offenbar noch gut mit Vorjahresartikeln versorgt. Interessanterweise bleibt der Anteil der Halloween-begeisterten Käufer stabil bei 15 Prozent, obwohl ein Drittel der Befragten angibt, insgesamt weniger ausgeben zu wollen. Nur 15 Prozent planen, ihre Ausgaben zu erhöhen, während die Mehrheit von 52 Prozent ihre Budgets unverändert beibehalten möchte.
Bereits 2019 hatte das Halloween-Spektakel Umsätze von rund 320 Millionen Euro generiert, und der post-pandemische Enthusiasmus sorgte für signifikante Steigerungen. Trotz der prognostizierten Rückgänge liegt der Umsatz dieses Jahr immer noch 63 Prozent über dem Niveau von 2019. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth betont die nach wie vor hohe Bedeutung von Halloween als wichtigen Umsatzimpuls, auch wenn die aktuellen ökonomischen Rahmenbedingungen den Konsumverhalten beeinflussen.
Die Umfrageergebnisse basieren auf einer repräsentativen Befragung von mehr als 1.000 Deutschen zwischen 18 und 69 Jahren, durchgeführt im Oktober.

