Halloween: Der Siegeszug des Kommerzes über Tradition
Halloween hat sich in der Aufmerksamkeitsökonomie Deutschlands ganz nach vorne geschoben und sorgt dafür, dass der Reformationstag im Schatten der kunterbunten Maskerade steht. Trotz aller Bemühungen der Protestant:innen, den Gedenktag zu Martin Luther zu beleben, scheint das fröhliche Fest rund um Süßes oder Saures den kulturellen Wettstreit längst für sich entschieden zu haben.
Dieser tag stellt Kinder ganz klar in den Mittelpunkt und bietet durch sein marktfähiges Konzept von Süßigkeiten und Kostümen für viele ein Highlight im Jahreskalender. Gleichzeitig heben Kritiker:innen warnend den Zeigefinger und verurteilen den Konsumrausch. Doch ähnlich wie Weihnachten mit seinen frühzeitig in den Regalen auftauchenden Dominosteinen und Adventskalendern zeigt, dass die Kommerzialisierung Jesu Geburtstags keine Grenzen kennt, bleibt auch Halloween ein Beispiel für den Erfolg der Vermarktung.
Die Mischung aus Spaß und Konsum hat Halloween in den Ranglisten der beliebten Feierlichkeiten im Land nach oben katapultiert, auch wenn es bei manchen Erwachsenen Stirnrunzeln verursacht. Am Ende ist es jedoch klar: Halloween ist zu einem festen Bestandteil der Festivallandschaft geworden und findet seinen Platz in den Herzen von Jung und Alt.

