Grünes Licht für Deutschlands Schnellladernetz für Elektro-Lkw

Die Europäische Kommission hat eine bemerkenswerte Initiative Deutschlands genehmigt, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur für elektrische Lastwagen signifikant voranzutreiben. Mit einer beeindruckenden Förderhöhe von bis zu 1,6 Milliarden Euro zielt das Programm darauf ab, die Versorgung entlang deutscher Autobahnen entscheidend zu verbessern.
Im Rahmen des Projekts sollen mehr als 1.400 Ladepunkte auf unbewirtschafteten Rastplätzen entstehen, die für den Schwerlastverkehr zugänglich sind. Mit der Verwaltung des Programms wurde die Autobahn GmbH des Bundes betraut, die bereits über wichtige Erfahrungen im Bereich Infrastruktur verfügt. Zum jetzigen Zeitpunkt stehen in Deutschland gerade einmal 250 öffentliche Ladepunkte für Lkw zur Verfügung, zeigt sich bei einem Blick auf die aktuellen Zahlen der nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur.
Die Mittel werden in Form von direkten Zuschüssen und wiederkehrenden Zahlungen bereitgestellt, um wesentliche Bau- und Betriebskosten zu decken. Ein Ausschreibungsverfahren soll dabei sicherstellen, dass die Betreiber fair und transparent ausgewählt werden. Besonders innovativ ist die sogenannte Ladeinfrastrukturgebühr, die die Nutzungskosten integriert und an den Bund zurückfließt. Eine regelmäßige Überprüfung alle zwei Jahre gewährleistet Anpassungen an marktgerechte Bedingungen.
Trotz der positiven Entwicklungen ist der Anteil von Elektro-Lkw in Deutschland weiterhin gering. Wie die EU-Kommission berichtet, waren im April 2025 lediglich 0,37 Prozent der zugelassenen schweren Nutzfahrzeuge elektrisch betrieben. Dennoch stellte die Europäische Kommission klar, dass diese Initiative keine unzulässige Marktverzerrung durch staatliche Beihilfen darstellt und den EU-Regeln entspricht.

