Große Studienzufriedenheit, unbefristete Vollzeitjobs und höheres Einkommen
DZHW-Studie zeigt: Bachelor- und Masterabsolvent*innen von Hochschulen für angewandte Wissenschaften gelingt erfolgreicher Einstieg ins Berufsleben

(lifepr) München, 21.07.2016 - Eine neue Untersuchung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) zu Hochschulabschlüssen nach Bologna, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), zeigt hohe Studienzufriedenheit und erfolgreichen Berufsstart von Absolvent*innen deutscher Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW).

Große Studienzufriedenheit

„Absolvent*innen von Hochschulen für angewandte Wissenschaften bewerten ihr Studium im Rückblick äußerst positiv“, sagt Prof. Dr. Uta M. Feser, Präsidentin der Hochschule Neu-Ulm und Vorsitzende von Hochschule Bayern. Insbesondere die Studienmerkmale `Verknüpfung von Theorie und Praxis´, die `Kontakte zu den Lehrenden´, die `fachliche Beratung und Betreuung´ sowie die `Strukturiertheit´ und `Studierbarkeit der Studiengänge´ werden von den ehemaligen Studierenden der Hochschulen für angewandte Wissenschaften besonders positiv beurteilt. „So verwundert es nicht, dass im Vergleich zu den Abgängern der Universitäten weniger HAW-Absolvent*innen während ihrer Studienzeit ernsthaft daran gedacht hatten, ihr Studium abzubrechen“, kommentiert Prof. Dr. Uta M. Feser die Studie. „Insgesamt nutzen die HAW-Absolvent*innen die Möglichkeiten eines gestuften und durchlässigen akademischen Bildungssystems.“ Die Entscheidung für ein Masterstudium fällt bei Studierenden der Hochschulen für angewandte Wissenschaften so zumeist erst während des Bachelorstudiums oder danach.“ 44 % der HAW-Bachelorabsolvent*innen haben direkt im Anschluss an ihren ersten Abschluss ein Masterstudium aufgenommen. 20 % planen, dies zukünftig zu tun. 5 % der HAW-Studierenden mit Masterabschluss haben eine Promotion begonnen. Zunächst sammeln jedoch viele HAW-Bachelorstudierende – oft auch aufgrund attraktiver Berufsangebote – nach Erhalt ihres Abschlusszeugnisses praktische Berufserfahrung.

Erfolgreicher Start ins Berufsleben

„Die hohe Studienzufriedenheit der Absolvent*innen von Hochschulen für angewandte Wissenschaften setzt sich auch in ihrem späteren Berufsleben fort“, berichtet Prof. Dr. Uta M. Feser. „Etwa 60 % der HAW-Bachelorabsolvent*innen und fast 70 % der HAW-Masterabsolvent*innen sind mit ihrer beruflichen Situation zufrieden. Ihre berufsadäquate Beschäftigung trägt hier sicherlich zu einem Teil dazu bei.“ Von den HAW-Absolvent*innen (Bachelor) gehen zu Beginn ihrer beruflichen Karriere fast 80 Prozent einer Tätigkeit nach, die ihrem Abschlussniveau entspricht oder darüber liegt.

Hohes Einkommen und geringere Befristungsquote

Akademiker*innen, die an einer Hochschule für angewandte Wissenschaft studiert haben, starten über alle Sektoren hinweg besonders häufig in Vollzeit (HAW-Bachelor: 80%, HAW-Master: 87%, Uni-Bachelor: 52%, Uni-Master: 67 %) und mit einer unbefristeten Arbeitsstelle in ihr Berufsleben (HAW-Bachelor: 54%, HAW-Master: 60%, Uni-Bachelor: 32%, Uni-Master: 23%). Diese Zahlen konsolidieren sich mit einiger Berufserfahrung noch weiter. Nur noch 20 Prozent der befragten Masterabsolvent*innen von Hochschulen für angewandte Wissenschaften sind in ihrer aktuellen Tätigkeit befristet beschäftigt. HAW-Absolvent*innen erzielen dabei neben verlässlichen Karriereperspektiven auch ein deutlich besseres Einstiegseinkommen als Absolvent*innen der Universitäten. Rund 1 ½ Jahre nach ihrem Abschluss verdienen HAW-Bachelorabsolvent*innen durchschnittlich ein Bruttojahreseinkommen von 35.400 €, HAW-Masterabsolvent*innen 41.700 € (Uni-Bachelor: 26.700 €, Uni-Master: 31.700 €).

Gestaltung praxis- und anwendungsorientierter Studiengänge orientiert an den Bedarfen der Absolvent*innen und der Wirtschaft

Während Universitätsstudierende nach ihrem Examen häufiger den Weg in den öffentlichen Dienst suchen (Uni-Master: 56 %), nehmen HAW-Absolvent*innen eher Jobs in der privaten Wirtschaft an. „Die Studie verdeutlicht die große Bedeutung der Hochschulen für angewandte Wissenschaften als Partner der regionalen Unternehmen bei der Ausbildung qualifizierter, akademischer Fachkräfte“, merkt Prof. Dr. Uta M. Feser an. „Insgesamt belegt die Untersuchung eindrucksvoll, dass die Hochschulen für angewandte Wissenschaften bei der Gestaltung ihrer praxis- und anwendungsorientierten Studiengänge genau richtig liegen und sich zeitgleich an den langfristigen Bedürfnissen der Absolvent*innen sowie der Arbeitgeber orientieren“, betont Prof. Dr. Uta M. Feser. „Entgegen häufiger Kritik finden Bachelorabsolvent*innen der Hochschulen für angewandte Wissenschaften einen reibungslosen Übergang aus dem Studium in das Beschäftigungssystem. Mit dem HAW-Master konnte zudem ein neues Qualifikationsprofil hervorragend am Arbeitsmarkt platziert werden. Nicht umsonst empfiehlt der Wissenschaftsrat seit vielen Jahren in verschiedenen Empfehlungen einen verstärkten Ausbau des Sektors der Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Diese werden als besonders geeignet erachtet, der Nachfrage vieler Studierender nach einer akademischen Bildung mit starken Bezügen zur Praxis gerecht zu werden.“

Zur Studie

Fabian, G., Hillmann, J., Trennt, F., & Briedis, K. (2016): Hochschulabschlüsse nach Bologna. Werdegänge der Bachelor- und Masterabsolvent(inn)en des Prüfungsjahrgangs 2013 (Forum Hochschule 1|2016). Hannover: DZHW

Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) führt seit 1989 alle vier Jahre Absolventenbefragungen durch. Auf deren Basis lassen sich repräsentative Aussagen etwa über den Studienverlauf, die Bewertung des Studiums und den Berufsstart von deutschen Hochschulabsolventinnen- und Absolventen treffen. Für die aktuell vorgelegte Studie wurde der Absolventenjahrgang 2013 befragt. Die vollständige Publikation steht auf der Homepage des DZHW zum Download bereit.
Bildung & Karriere
[lifepr.de] · 21.07.2016 · 15:34 Uhr
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