Großbritannien entwickelt neue Kurzstreckenraketen für die Ukraine
Das britische Verteidigungsministerium hat bekanntgegeben, dass das ehrgeizige Raketenprojekt "Nightfall" mit Hochdruck vorangetrieben wird. Innerhalb eines Jahres sollen die ersten Prototypen der ballistischen Kurzstreckenraketen gefertigt sein, die das ukrainische Militär im Kampf unterstützen sollen. Mit einer beachtlichen Reichweite von über 500 Kilometern sowie der Fähigkeit, 200 Kilogramm schwere hochexplosive Sprengköpfe zu transportieren, könnten diese neuen Raketen maßgeblich zur Schlagkräftigkeit der ukrainischen Streitkräfte beitragen.
Motiviert durch jüngste Ereignisse, insbesondere den Einsatz der russischen Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen zivile Ziele, sieht Großbritannien dringenden Handlungsbedarf. Laut dem britischen Verteidigungsminister John Healey wird die Bundesregierung keine Angriffe auf Zivilpopulationen dulden, und die Ausstattung der Ukraine mit modernstem Waffenarsenal sei eine logische Konsequenz. Diese spezielle Raketenart, die in der Lage ist, von unterschiedlichen Fahrzeugen aus gestartet zu werden und schnell zurückgezogen werden kann, soll den ukrainischen Kräften ermöglichen, effizient auf militärische Bedrohungen zu reagieren.
Für die Entwicklung von "Nightfall" werden Verträge im Wert von insgesamt 27 Millionen Pfund, das entspricht rund 31,2 Millionen Euro, an drei Teams vergeben. Damit sollen monatlich zehn Systeme bei einem maximalen Preis von 800.000 Pfund pro System produziert werden. Zudem birgt diese Produktionsweise den Vorteil minimaler Exportbeschränkungen. Eine der entscheidenden taktischen Vorteile dieser Raketen ist ihre hohe Geschwindigkeit und die steile Flugbahn, die sie nur schwer abfangbar machen.

