Großaktionär belastet Jost Werke: Aktienkurs bricht ein
Das börsennotierte Unternehmen Jost Werke, ein führender Zulieferer der Nutzfahrzeugbranche, sah sich am Donnerstag mit einem erheblichen Kursrückgang konfrontiert, nachdem ein maßgeblicher Großaktionär einen bedeutenden Aktienverkauf angekündigt hatte. Der Markt reagierte prompt, und die Aktie sackte um 10,1 Prozent auf 47,80 Euro ab, womit sie die rote Laterne im SDax Index trug.
Nach einem vielversprechenden August, in dem die Aktie fast die Marke von 54 Euro erreichte und ihrem Rekordhoch von 57,80 Euro nahekam, bedeutet dieser Rückgang eine Kehrtwende. Die Papiere fielen wieder auf ihr April-Niveau und rutschten unter die vielbeachtete 200-Tage-Linie, einen wichtigen Indikator für trendbasierte Investoren. Das ursprünglich komfortable Jahresplus reduzierte sich auf magere fünf Prozent.
Hintergrund des Kurssturzes ist die Bekanntgabe, dass der Großaktionär Peter Möhrle beabsichtigt, seine Beteiligung zu halbieren und 1,5 Millionen Aktien von Jost Werke in den Markt zu geben. Das entspricht etwa 10 Prozent des gesamten Aktienbestandes des Unternehmens. Die Platzierung wird von Unicredit, einer italienischen Großbank, vorgenommen und durch die Unterstützung von Kepler Cheuvreux ergänzt.

