Griechischer Subventionsskandal erschüttert die Agrarlandschaft
Ein großangelegter Subventionsbetrug erschüttert das Vertrauen in die griechische Landwirtschaft: Rund 1000 Landwirte und Betriebe stehen im Visier der Justiz, da sie verdächtigt werden, Europäische Agrarsubventionen im Wert von bislang 22,6 Millionen Euro ergaunert zu haben. Der griechische Bürgerschutzminister Michalis Chrysodoidis verdeutlicht im Sender ERTNews, dass diese Gelder durch Tricksereien wie die Angabe fiktiver landwirtschaftlicher Flächen erschlichen wurden.
Die Dimension des Betrugs ist beachtlich. Insgesamt wurden etwa 6.400 Steuernummern untersucht, wobei über 1.000 dieser Prüfungen zu Unregelmäßigkeiten führten. Im Durchschnitt liegt der Schaden pro Steuernummer bei 40.000 Euro. Neben der Rückzahlung der unrechtmäßig bezogenen Gelder sehen sich die betreffenden Betriebe nun auch strafrechtlichen Konsequenzen gegenüber, darunter eingefrorene Konten.
Die Ursprünge des Skandals reichen bis ins Jahr 2017 zurück. Damals begann das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung, die griechischen Behörden auf Unregelmäßigkeiten aufmerksam zu machen. Dabei ging es primär um nicht vorhandene Agrarflächen, wie felsige Gebiete und Wälder oder sogar Flächen jenseits der Grenze in Nordmazedonien, die als Grundlage für Subventionen deklariert wurden. Medien berichten, dass auf diesem Wege bereits bis zu 170 Millionen Euro unrechtmäßig ausgezahlt worden sein könnten. Infolge dieser Vorwürfe kam es zur Schließung der zuständigen Behörde für Agrarsubventionen durch die Regierung, um die Fälle umfassend aufarbeiten zu können. Auch Mitarbeiter dieser Behörde sind nun Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungen.

