Golfstaaten verurteilen Angriffe auf iranische Atomanlagen scharf
Unverblümt und mit Nachdruck haben die Golfstaaten Saudi-Arabien und Oman die jüngsten Angriffe Israels auf iranische Atomanlagen gerügt. Die Vorfälle werden von den Regierungen der beiden Länder als deutliche Verletzung des internationalen Rechts betrachtet, wie eine aktuelle Stellungnahme aus Riad verdeutlicht. Saudi-Arabien betont, dass in erster Linie die internationale Gemeinschaft sowie der Sicherheitsrat gefordert seien, um diese Aggression schnellstmöglich zu unterbinden.
Auch aus Oman hagelt es heftige Kritik. In einer Stellungnahme seiner nationalen Nachrichtenagentur spricht das Sultanat von einer „gefährlichen und rücksichtslose Eskalation“, bei der sowohl die UN-Charta als auch das Völkerrecht mit Füßen getreten würden. Die Sorge, dass dieses Vorgehen die hart erkämpften diplomatischen Bemühungen untergräbt, ist unlängst in Muskat zu hören.
Dabei stand Oman gerade erst im Fokus der internationalen Diplomatie: Am vergangenen Donnerstag kündigte die Regierung dort eine Fortsetzung der Gespräche um das iranische Atomprogramm mit den USA in der omanischen Hauptstadt an. Doch trotz vieler Verhandlungsrunden scheint ein Durchbruch in weiter Ferne zu liegen.

