Goldpreis im Sinkflug: Entspannung im Handelsstreit sorgt für Rückgang
Der Goldpreis setzt seinen Abwärtstrend fort und ist unter die Marke von 4.000 US-Dollar gefallen. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer positiven Entwicklung im Handelskonflikt zwischen den USA und China. Am Nachmittag beschleunigte sich der Abwärtstrend, und eine Feinunze wurde bei 3.988 Dollar gehandelt. Damit verbilligte sich das Edelmetall um etwa 124 Dollar gegenüber dem Freitagsschlusskurs. Vergangene Woche noch hatte der Goldpreis nach einem Rekordhoch am 20. Oktober bei 4.381 Dollar deutlich nachgegeben. Dass sich die beiden Nationen im Vorfeld eines Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping angenähert haben und eine vorläufige Einigung erzielt wurde, hat die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie Gold gedämpft. Diese diplomatische Annäherung lässt den Markt auf eine Entspannung hoffen, was die Risikobereitschaft der Anleger fördert und den Goldpreis unter Druck setzt.
Trotz der jüngsten Kursverluste kann auf eine beeindruckende Jahresbilanz hingewiesen werden: Gold ist seit Jahresbeginn um mehr als 50 Prozent im Wert gestiegen. Die geopolitischen Spannungen und die Sorge vor den Auswirkungen der US-Zollpolitik haben die Anleger in sichere Häfen getrieben. Zusätzlich haben Spekulationen auf Zinssenkungen sowie strategische Goldkäufe der Zentralbanken den Preis weiter befeuert.
Die aktuelle Korrektur betrifft nicht nur Gold, auch Silber zeigt einen Rückgang. Jüngst wurde eine Feinunze hier bei 46,24 Dollar gehandelt, was einen Rückgang von etwa fünf Prozent im Vergleich zu Freitag darstellt. Dennoch bleibt Silber mit einem Anstieg von etwa 56 Prozent seit Jahresbeginn eine der attraktivsten Anlagen der letzten Monate.

