Goldpreis erklimmt erneut Höhenflug – Anleger richtet Blick auf US-Arbeitsmarktzahlen

Der Goldpreis konnte am Mittwoch erneut an Dynamik gewinnen und stieg über die Marke von 5.100 US-Dollar. Eine Feinunze Gold, das entspricht rund 31,1 Gramm, notierte zuletzt bei 5.116 US-Dollar. Noch im frühen Handel lag der Stand bei etwa 5.025 Dollar. Dieser sprunghafte Anstieg markiert den höchsten Punkt seit Ende Januar, bleibt jedoch weiterhin unter dem Allzeithoch von nahezu 5.600 Dollar.
Auf den rasanten Höhenflug im Januar folgte ein Abwärtssturz Anfang Februar auf fast 4.400 Dollar. Seither zeigt der Trend wieder nach oben, wobei Gold noch immer teurer ist als zu Jahresbeginn.
Die Anleger richten nun gespannt ihren Fokus auf den US-Arbeitsmarktbericht, der am frühen Mittwochnachmittag veröffentlicht wird. Man erhofft sich Einblicke in die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve. Steigende Zinsen könnten Edelmetallpreise tendenziell belasten, da Gold und Silber keine Zinsen abwerfen. Zusätzlich werden am Freitag die Januar-Verbraucherpreise erwartet.
Die vergangenen Erwartungen auf Zinssenkungen wurden durch die Ernennung von Kevin Warsh als neuen Chef der US-Notenbank gedämpft. Auch Silber verzeichnete zur Wochenmitte einen deutlichen Anstieg und erreichte zuletzt einen Preis von rund 86 Dollar pro Feinunze, was über 5 Dollar mehr als im frühen Handel ist.
Die jüngsten Kursgewinne von Gold und Silber seit Ende 2025 werden nicht nur durch die US-Geldpolitik, sondern auch durch zahlreiche weltweite Krisen befeuert. Edelmetalle, insbesondere Gold, gelten als bevorzugte sichere Häfen in turbulenten Zeiten. Zudem kaufen Notenbanken wie die aus China und Indien verstärkt Gold, um sich von der Dollarabhängigkeit zu lösen. Silber profitiert zudem als Industriemetall von der steigenden Nachfrage durch Technologien wie Künstliche Intelligenz, Robotik und erneuerbare Energien.

