Goldmarkt trotzt Preisrekorden: Anlegernachfrage steigt weiter
Die gegenwärtige Entwicklung auf dem Goldmarkt überrascht: Trotz historisch hoher Preise bleibt die Nachfrage ungebrochen. Der aktuelle Bericht des World Gold Council (WGC) zeigt für das Frühjahr einen globalen Anstieg der Goldnachfrage auf 1.249 Tonnen, was einem Zuwachs von drei Prozent im Vergleich zum vorherigen Quartal entspricht. Dieser Anstieg wird vor allem durch die verstärkte Nachfrage seitens der Goldanleger getragen.
Besonders bemerkenswert ist der Trend zu börsengehandelten Goldfonds, die weiterhin maßgeblich zur Gesamtnachfrage beitragen. Mit einem dominanten Anteil von 70 Tonnen führen hierbei in Asien gelistete Fonds. Ebenfalls legten Investitionen in Barren und Münzen zu, wobei sie im Vergleich zum Vorjahr um elf Prozent auf 307 Tonnen anstiegen.
Gleichzeitig setzen auch die Zentralbanken ihre Goldkäufe fort, wenn auch in einem etwas gebremsten Tempo. Im Gegensatz dazu leidet die Nachfrage nach Goldschmuck unter den hohen Preisen und erreicht beinahe die Tiefstände aus der Covid-Pandemie im Jahr 2020.
Trotz dieser gemischten Dynamik im Marktgeschehen bleibt der Preisanstieg von Gold bemerkenswert. Seit Jahresbeginn verzeichnete das Edelmetall einen Wertzuwachs von etwa einem Drittel, wobei im April ein bisher unerreichtes Allzeithoch von 3.500 Dollar pro Feinunze erklommen wurde.

