Goldman Sachs: Chefjuristin tritt nach Epstein-Enthüllungen zurück

Die renommierte US-Bank Goldman Sachs sieht sich mit einem unerwarteten Abgang konfrontiert: Chefjuristin Kathryn Ruemmler wird das Unternehmen zum 30. Juni verlassen. Dieser Rücktritt folgt auf Enthüllungen über Ruemmlers frühere Verbindungen zu dem umstrittenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, die detaillierter und belastender sind als bisher angenommen.
Ruemmler, die früher als Staatsanwältin und Justiziarin unter Präsident Barack Obama diente, war bis zu ihrem Eintritt bei Goldman Sachs im Jahr 2021 in juristischen Funktionen tätig. Medienberichte führender Publikationen wie der 'Financial Times', der 'New York Times' sowie Bloomberg bestätigen, dass Ruemmler unter anderem teure Geschenke von Epstein erhalten und ihn bei Medienanfragen unterstützt habe. Aus E-Mail-Korrespondenz der beiden geht hervor, dass ihre Verbindung enger war, als die Öffentlichkeit bisher wusste. Das 'Wall Street Journal' berichtet, dass handschriftliche Notizen des FBI, die kürzlich veröffentlicht wurden, Ruemmler als eine der Personen identifizieren, die Epstein unmittelbar nach dessen Festnahme 2019 kontaktierten.
Ruemmlers Sprecherin versichert hingegen, dass die Beziehung zu Epstein rein beruflicher Natur war und Ruemmler von seinen kriminellen Machenschaften keine Kenntnis hatte. Obgleich Goldman Sachs zunächst dementierte, dass die bisher unentwirrten Verbindungen zum Weggang der Juristin führen könnten, steht nun fest, dass die Bank eine Neubewertung ihrer strategischen Personalentscheidungen durchführen muss.

