Goldene Aussichten: Edelmetalle im Fokus – Heraeus prognostiziert starke Entwicklung für 2025
Die Zukunft der Edelmetalle bleibt glänzend, so die jüngste Analyse von Heraeus Precious Metals. Erwartet wird ein anhaltender Preisanstieg von Gold bis ins Jahr 2025, befeuert durch voraussichtliche Zinssenkungen großer Zentralbanken und einen schwächeren US-Dollar, der die Nachfrage nach dem begehrten sicheren Hafen weiter steigern dürfte. Im Jahr 2025 sollen die Goldpreise laut Heraeus in einer Spanne von 2.450 bis 2.950 US-Dollar pro Unze liegen.
Gründe hierfür sind unter anderem fortgesetzte, wenn auch geringere, Goldkäufe von Zentralbanken im Vergleich zu 2024 sowie geopolitische Unsicherheiten in der Ukraine und im Nahen Osten. Besonders Chinas und Indiens Interesse an dem Edelmetall könnte durch erfolgreiche Konjunkturmaßnahmen Pekings angekurbelt werden.
Im vergangenen November nahm die chinesische Zentralbank nach einer sechsmonatigen Pause den Goldkauf wieder auf, was das zukünftige Nachfragepotenzial unterstreicht. Die Rückkehr Donald Trumps ins Amt des US-Präsidenten wird voraussichtlich zu weiterer Unsicherheit im Bereich von Handel und Zöllen führen, was ebenfalls den Goldpreis stützen sollte, erklären die Leiter der Edelmetallabteilung von Heraeus, Steffen Metzger und Stefan Staubach.
Neben Gold rückt auch Silber ins Rampenlicht. Wachsender Bedarf aus der Solar-PV-Industrie lässt auf einen Anstieg der industriellen Silbernachfrage hoffen. Derzeitige Analysen zeigen eine Unterbewertung von Silber im Vergleich zu Gold, was potenziell zu besseren Performances von Silber in späten Bullenmärkten führen könnte.
Auch der Platinmarkt zeigt interessante Entwicklungen. Trotz steigender Nachfrage aus der Automobil- und Industriebranche wird ein Defizit prognostiziert, währenddessen könnten die Preise zwischen 850 und 1.220 US-Dollar pro Unze schwanken. Dagegen könnte Palladium, dessen Schicksal stark an den Automobilsektor gebunden ist, durch den Übergang zu Elektrofahrzeugen mit einem Preisrückgang konfrontiert werden.
Heraeus prognostiziert für Palladium eine Preisspanne von 800 bis 1.200 US-Dollar pro Unze, unter Berücksichtigung der abnehmenden Marktbedeutung von Verbrennungsmotoren zugunsten elektrischer Alternativen.

