Gold und Silber: Glänzende Zeiten mit Herausforderungen am Horizont
Der Goldpreis hat am Montagnachmittag seine zuvor verzeichneten Gewinne wieder eingebüßt und bewegt sich nun um die Marke von 4.300 US-Dollar pro Feinunze. Diese Entwicklung spiegelt weitgehend die Preisniveaus wider, die am Ende der Vorwoche beobachtet wurden. Zur Mittagszeit hatte der Goldpreis einen Anstieg auf bis zu 4.350 US-Dollar verzeichnet und war damit in beachtlicher Nähe zum Rekordhoch von 4.381,52 US-Dollar vom 20. Oktober gelangt. Doch in Erwartung der Veröffentlichung bedeutender Konjunkturdaten in den USA, insbesondere des heiß erwarteten Arbeitsmarktberichts, fehlte die weitere Kaufbereitschaft und die erzielten Gewinne schmolzen bis zum Nachmittag kontinuierlich dahin.
Während das Edelmetall im Jahresverlauf um nahezu 64 Prozent teurer wurde, gehört es seit Ende letzten Jahres zu den Top-Performern unter den Anlageklassen. Gold verfolgt damit das Ziel, das größte Jahresplus seit 1979 zu erreichen, einem Jahr, in dem sich der Preis um 127 Prozent steigerte. Diese Preisentwicklung wird unter anderem durch die weltweite politische Unsicherheit begünstigt, da Gold bei Investoren als sicherer Hafen in turbulenten Zeiten gilt.
Silber hingegen konnte diesen Trend gar übertreffen. Seit Jahresbeginn stieg der Preis für eine Feinunze Silber um beeindruckende 120 Prozent. Nach einem Rekordhochpreis von knapp 64,66 US-Dollar am vergangenen Freitag, gaben Gewinnmitnahmen dem Silberkurs zunächst einen Dämpfer, bevor die Notierung am Montag wieder um zweieinhalb Prozent auf 63,48 US-Dollar zulegte.

