Gold auf Rekordjagd: Edelmetall setzt neue Maßstäbe während Handelsstreit eskaliert
Gold hat in den ersten Stunden der Handelswoche einen neuen Rekord erreicht. Die Preise für eine Feinunze sind auf bis zu 4.078 Dollar gestiegen, was einem Anstieg von 1,8 Prozent entspricht. Damit erreicht das Edelmetall einen noch nie dagewesenen Höchstwert. Bereits am vergangenen Mittwoch durchbrach der Goldpreis erstmals die 4.000-Dollar-Marke, was den vorläufigen Höhepunkt einer beeindruckenden Rekordrally markiert. Zwar zeigte sich der Markt am Donnerstag und Freitag etwas beruhigt, doch das erneute Rekordhoch unterstreicht den Aufwärtstrend. In nur elf Handelstagen erreichte der Goldpreis zum siebten Mal ein neues Hoch.
Die jüngste Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China hat maßgeblich zur Unsicherheit an den Märkten beigetragen. Präsident Donald Trumps Ankündigung, neue Zölle von 100 Prozent auf chinesische Importe zu erheben, führte zu Gegenmaßnahmen aus Peking.
In diesem Jahr hat der Goldpreis bereits einen Anstieg von über 55 Prozent verzeichnet, was den größten jährlichen Zugewinn seit 1979 darstellen könnte. Das Edelmetall übertrifft damit andere Anlageklassen.
Selbst Bitcoin, der von geopolitischen Krisen ebenfalls profitiert, kann mit dieser Entwicklung nicht mithalten. Obwohl Bitcoin vergangene Woche mit über 126.000 Dollar pro Einheit eine neue Höchstmarke erreichte, fiel der Kurs zuletzt auf etwa 115.000 Dollar zurück. Seit Ende 2024 stieg der Bitcoin um ein Viertel, deutlich hinter dem Goldzuwachs.
Doch langfristig bleibt Bitcoin an der Spitze, mit einem Anstieg von fast 500 Prozent in den letzten drei Jahren. Ein Blick auf die Entwicklung der letzten zehn Jahre zeigt: Seit Herbst 2015 stieg der Goldpreis um fast 250 Prozent, während Bitcoin um sage und schreibe 46.000 Prozent zulegte und damit seinen Wert um das 460-Fache steigern konnte. Der Kurs des Bitcoins kletterte von rund 250 Dollar im Herbst 2015 auf kürzlich etwa 115.000 Dollar.

