Globale Wirtschaftsindikatoren: Gemischte Signale in Industrie und Konsum
Die weltweite Wirtschaftslandschaft zeigt im Mai ein vielschichtiges Bild: Während die Stimmung in der US-amerikanischen Industrie weiterhin schwächelt, erleben andere Märkte eine moderate Aufhellung.
In den USA zeigte sich der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) für die Industrie mit einem Rückgang um 0,2 Punkte auf 48,5 Zähler erneut im Abwärtstrend. Dies markiert den vierten Rückgang in Serie und den niedrigsten Stand seit November des Vorjahres. Ökonomen hatten hingegen einen leichten Anstieg prognostiziert.
In Ostdeutschland hingegen verbessert sich die wirtschaftliche Stimmung deutlich. Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts stieg auf 89,2 Punkte. Joachim Ragnitz vom Ifo-Institut in Dresden betonte die überraschende Stärke des Anstiegs, trotz einer allgemein verbesserten Erwartungshaltung in ganz Deutschland.
Zudem zeigt sich die Verbraucherstimmung in Deutschland optimistischer. Das Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) signalisiert eine vorsichtige Aufhellung der Verbraucherlaune, obwohl sich ihre Kaufzurückhaltung nur langsam auflöst.
In der Schweizer Wirtschaft herrscht zur Jahresmitte 2025 dynamisches Wachstum, was jedoch unter dem Einfluss von US-Präsident Donald Trumps Politik auf wackeligen Beinen stehen könnte.
Auch in Großbritannien gibt es Lichtblicke: Der Einkaufsmanagerindex (PMI) der Industrie verzeichnete im Mai eine unerwartete Erholung auf 46,4 Punkte. Diese Entwicklung übertraf die bereits pessimistischen Erwartungen deutlich und korrigiert eine frühere Schätzung nach oben.
Die Industrie in der Eurozone zeigt sich ebenfalls verbessert, wenn auch verhalten. Der PMI von S&P Global stieg um 0,4 Punkte auf 49,4 Zähler, womit er das höchste Niveau seit August 2022 erreicht.
Parallel dazu spitzen sich im Handelskonflikt zwischen den USA und China die Rhetorik und gegenseitigen Vorwürfe zu, insbesondere im Hinblick auf kürzlich geschlossene Vereinbarungen, die ins Wanken zu geraten drohen.

