Globale Wirtschaftsindikatoren: Ein Überblick der aktuellen Entwicklungen
Zum Jahresende zeichnet sich in Deutschland weiterhin keine Entspannung der Insolvenzwelle ab. Die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen, dass sich die angemeldeten Unternehmensinsolvenzen auch im November erhöht haben, und zwar um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Oktober lag die Zunahme noch bei 6,5 Prozent.
In den internationalen diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sieht Bundeskanzler Friedrich Merz noch erheblichen Klärungsbedarf. Die Gespräche, so der CDU-Politiker, würden derzeit intensiv geführt, wobei man auch die amerikanische Regierung sowie die ukrainischen Partner einbezieht. Parallel hierzu hat die russische Zentralbank eine Klage gegen die belgische Firma Euroclear in Moskau angestrengt. Dies erfolgt vor dem Hintergrund der von der EU beschlossenen Maßnahmen zur dauerhaften Sicherstellung russischer Vermögenswerte in Europa. Die Vorwürfe richten sich gegen angeblich illegale Handlungen von Euroclear und beziehen sich auf die angestrebten Mechanismen zur Nutzung der besagten Vermögenswerte.
Ungewohnt niedrige Inflationsraten verzeichnete Frankreich im November, wo die Verbraucherpreise im Jahresvergleich gerade einmal um 0,8 Prozent zulegten. Damit bestätigte das Statistikamt Insee die vorangegangene Schätzung und hebt Frankreich damit aus dem europäischen Inflationsumfeld hervor.
Ein unerwarteter Rückgang der Wirtschaftsleistung wurde in Großbritannien registriert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel im Oktober um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Experten hatten ursprünglich ein leichtes Wachstum erwartet. Dieser Rückgang wird durch ein schwaches Ergebnis im Dienstleistungssektor und eine weniger dynamische Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe verursacht.
In Italien haben Gewerkschaften mit einem groß angelegten Streik gegen die fiskalischen Pläne der Regierung Meloni mobil gemacht. Betroffen war vor allem der öffentliche Dienst, wobei Schulen, der Gesundheitssektor und die Post von Arbeitsniederlegungen beeinträchtigt wurden.
Derweil hat China die Implementierung von Exportkontrollen auf bestimmte Stahlprodukte angekündigt, die ab dem 1. Januar greifen sollen. Laut Handelsministerium betreffen diese Maßnahmen rund 300 verschiedene Stahlprodukte, wobei die Behörde keine Gründe für die Einführung der Kontrollen angeführt hat.

