Globale Partnerschaften im Wandel: Deutschland und Japan stärken Bande
Außenminister Johann Wadephul betont während seines Antrittsbesuchs in Tokio, vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen, die zunehmende Relevanz der Zusammenarbeit mit wertebasierten Partnern wie Japan. In Gesprächen mit seinem japanischen Amtskollegen Takeshi Iwaya unterstrich der CDU-Politiker, dass Japan für Deutschland als "der Premiumpartner" in Asien gilt. Die bereits bestehende "langjährige, tiefe Freundschaft" und enge Kooperation zwischen Deutschland und Japan sei in gegenwärtigen Krisenzeiten von besonderer Bedeutung.
Wadephul sieht es als unerlässlich an, diese enge Verbindung angesichts der aktuellen globalen Konflikte und Kriege zu betonen. Gleichzeitig weist Wadephul darauf hin, dass "klassische Verbündete" wie die Vereinigten Staaten vor neuen Herausforderungen stehen. Die aktuellen Krisen in der Ukraine und im Gazastreifen sowie die drohende nukleare Bewaffnung des Iran verdeutlichen die Notwendigkeit einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen befreundeten und natürlichen Verbündeten.
Iwaya wiederum hebt die zunehmende Bedeutung der Kooperation zwischen den beiden wirtschaftsstarken Demokratien hervor. Als Mitglieder der G7 stehen Deutschland und Japan in der Pflicht, angesichts der angespannten internationalen Ordnung, ihre Zusammenarbeit zu vertiefen. Im Verlauf seines Aufenthalts in Tokio plant Wadephul auch Treffen mit weiteren japanischen Ministern und eine Rede bei einer Friedensstiftung.

