Rätselhafte Bitcoin-Verbrennung: 11 Jahre inaktive Wallets vernichten BTC im Wert von $8,3 Millionen

Gestern wurden fünf Bitcoin-Wallets, die etwa 11 Jahre lang unberührt blieben, plötzlich aktiv und transferierten ihre gesamten Bestände von 107 BTC, im Wert von rund $8,3 Millionen, an eine sogenannte Burn-Adresse.
107 BTC an Burn-Adresse gesendet
Da alle fünf Wallets nahezu gleichzeitig aktiv wurden, vermuteten Beobachter schnell, dass die Aktion von einer einzelnen Person oder Gruppe koordiniert wurde.
Die Wallets, die 2014 erstellt wurden, zahlten insgesamt etwa $5,56 an Gebühren, um die BTC zu zerstören. Bei einem Allzeithoch von über $126.000 im Oktober letzten Jahres hätten diese BTC fast $13,4 Millionen wert sein können.
Eine Burn-Adresse ist eine öffentlich zugängliche Wallet ohne bekannte private Schlüssel, was bedeutet, dass jede an sie gesendete Kryptowährung nicht mehr abgerufen werden kann. On-Chain-Daten zeigen, dass die Gelder auf einer der bekannteren Burn-Adressen landeten, 1111111111111111111114oLvT2, die derzeit über 807 BTC im Wert von rund $61 Millionen hält, angesammelt über mehr als 146.000 Transaktionen.
Blockstream-CEO Adam Back beschrieb das Ereignis als ein „accidental quantum bounty“. Seiner Meinung nach kann der öffentliche Schlüssel der Burn-Adresse mathematisch aus ihrer Struktur abgeleitet werden, was bedeutet, dass ausreichend leistungsfähige Quantencomputer theoretisch den privaten Schlüssel berechnen und die dort liegenden Gelder beanspruchen könnten.
Andere auf X boten sehr unterschiedliche Theorien an. Ein Nutzer spekulierte, dass ein KI-Chatbot mit Zugriff auf eine Bitcoin-Wallet die Überweisung versehentlich vorgenommen haben könnte. Der Entwickler Bit Dov schlug vor, dass der Absender die Coins absichtlich verbrannt haben könnte, um potenziellen Angreifern im Falle eines sogenannten „Wrench Attacks“ nichts zu stehlen zu geben, ein Szenario, das immer häufiger vorkommt und dazu führt, dass führende Krypto-Manager Berichten zufolge Millionen von Dollar für ihre persönliche Sicherheit ausgeben.
Der gleiche Entwickler bemerkte auch, dass die Transaktion zeitbasierte Parameter enthielt, was die Möglichkeit aufwirft, dass sie durch einen „Dead Man's Switch“ ausgelöst wurde, ein automatisierter Mechanismus, der aktiviert wird, wenn jemand innerhalb eines festgelegten Zeitraums nicht mit einem System interagiert.
Eine seltsame Entscheidung
Zum Zeitpunkt der Berichterstattung über die Verbrennung wurde Bitcoin bei etwa $77.000 gehandelt, wobei der Vermögenswert Schwierigkeiten hatte, an Schwung zu gewinnen und unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von etwa $80.000 lag, schwankend zwischen ungefähr $76.500 und den genannten $77.000 im Laufe des vergangenen Tages.
Vor diesem Hintergrund erscheint die Entscheidung, $8,3 Millionen zu zerstören, noch schwerer nachvollziehbar, da die BTC, wären sie verkauft worden, einen sehr guten Preis in einem relativ liquiden Markt erzielt hätten.

