Bitcoin-Rally steht vor neuer Herausforderung: Nachfrage-Metrik auf Tiefstand seit 2026

Die Nachfrage nach Bitcoin hat sich laut dem Analysten Darkfost von CryptoQuant stark abgeschwächt. Eine On-Chain-Metrik zeigt, dass die scheinbare Nachfrage auf den bisher bärischsten Wert des Jahres gefallen ist.
Darkfost teilte auf der Plattform X eine Grafik von CryptoQuant, die zeigt, dass die Bitcoin-Nachfrage auf einer 30-Tage-Basis tief ins Negative gefallen ist. Der Analyst erklärte, dass die Metrik nun bei minus 147.000 BTC liegt, was den schwächsten Stand seit Anfang 2026 markiert.
Scheinbare Nachfrage stark negativ
Die Grafik zeigt die Entwicklung der Bitcoin-Nachfrage im Vergleich zum Preis. Während Mitte 2025 noch positive Werte zu verzeichnen waren, ist die Nachfrage seit Ende 2025 und erneut 2026 negativ. Der jüngste Rückgang ist bemerkenswert, da er nach einer Erholung des Bitcoin-Preises von den Tiefständen Anfang 2026 erfolgt, was darauf hindeutet, dass die Erholung nicht von einer klaren Verbesserung der strukturellen Spot-Nachfrage begleitet wurde.
Darkfost beschreibt die scheinbare Nachfrage als „die Differenz zwischen der neuen BTC-Ausgabe und der Menge an Angebot, die seit mehr als einem Jahr inaktiv geblieben ist.“ Diese Metrik soll bewerten, ob die Akkumulation von langfristigen Inhabern stark genug ist, um neu ausgegebene Bitcoins aufzunehmen.
Ein negativer Wert der scheinbaren Nachfrage deutet darauf hin, dass der Markt nicht genügend zugrunde liegende Absorption zeigt, um die Ausgabe auszugleichen und eine stabilere Aufwärtsphase zu unterstützen.
Futures-Momentum trifft auf Spot-Nachfrageproblem
Darkfost argumentiert, dass die Struktur der Bitcoin-Rallye anfällig sein könnte, wenn die Derivateaktivität zu stark dominiert. Futures-Märkte können den Preis erhöhen, Liquidationen beschleunigen und Bewegungen verstärken, repräsentieren jedoch nicht unbedingt eine dauerhafte Akkumulation.
„Ohne eine signifikante Erholung der Spot-Nachfrage wird es schwierig, sich vorzustellen, dass Bitcoin eine nachhaltige Rallye allein durch das Momentum der Futures-Märkte aufrechterhalten kann“, so Darkfost.
In einem Markt, in dem der Preis schnell durch Hebelwirkung, Positionierung und Liquiditätsverschiebungen bewegt werden kann, könnte eine durch Futures getriebene Bewegung zwar kurzfristig zu einem starken Anstieg führen, aber Darkfost argumentiert, dass nachhaltige Aufwärtsphasen in der Regel eine festere Spot-Basis erfordern.
„Futures können kurzfristiges Momentum unterstützen und Preisbewegungen verstärken, aber nachhaltige Aufwärtsphasen erfordern in der Regel eine echte Spot-Nachfrage, da Derivate allein dem Markt keine stabile und solide Grundlage bieten“, schrieb der Analyst.
Der Analyst sieht die aktuelle Situation nicht nur negativ. Während die kurzfristigen Implikationen bärisch sind, haben stark pessimistische Nachfrageumfelder historisch gesehen auch interessante Chancen für langfristige Investoren geboten.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag der BTC-Kurs bei $77.300.

