Tödliche Schüsse

Getötete Botschaftsmitarbeiter: Was wir wissen und was nicht

22. Mai 2025, 16:17 Uhr · Quelle: dpa
Nach dem Besuch einer Veranstaltung im Jüdischen Museum in Washington werden zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft erschossen - darunter ist ein Deutsch-Israeli. Was steckt dahinter?

Washington (dpa) - Ein Mann und eine Frau - beide Mitarbeiter der israelischen Botschaft in Washington - sind in der US-Hauptstadt erschossen worden. Was bislang über die Tat bekannt ist:

Was wir wissen

  • Die Opfer: Bei dem erschossenen Mann handelt es sich den Deutsch-Israeli Yaron Lischinsky. «Das männliche Opfer hatte einen deutschen Pass», hieß es aus Berliner Diplomatenkreisen. Das israelische Generalkonsulat in München teilte mit, Lischinsky sei in Nürnberg aufgewachsen, bevor er nach Israel ausgewandert sei. Er soll sich auch um die Israelisch-Deutsche Freundschaft bemüht haben. Bei der erschossenen Frau handelt es sich um Sarah Milgrim.
  • Die Beziehung der Opfer: Die zwei Getöteten waren nach Angaben des israelischen Botschafters in den USA ein junges Paar, das kurz vor der Verlobung stand. Lischinsky habe in dieser Woche einen Ring gekauft und seiner Freundin in der kommenden Woche in Jerusalem einen Heiratsantrag machen wollen.
  • Der Tatort: Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Heimatschutzministeriums nahe dem Jüdischen Museum in Washington. Nach Angaben der Polizeichefin der US-Hauptstadt hatten die beiden Getöteten zuvor an einer Veranstaltung in dem Museum teilgenommen. Um kurz nach 21 Uhr (Ortszeit) seien viele Notrufe zu Schüssen eingegangen.
  • Der mutmaßliche Täter: Als Verdächtiger wurde Elias Rodriguez gefasst. Er sei ein 30-jähriger Mann aus der Stadt Chicago im Bundesstaat Illinois, sagte die Polizeichefin Pamela Smith vor Journalisten.
  • Die Festnahme des mutmaßlichen Täters geschah schnell und zeugt von der Effizienz der Sicherheitskräfte. Nachdem die Schüsse gefallen waren, betrat Rodriguez das Museum und wurde direkt von privaten Sicherheitskräften festgenommen.

  • Der Ablauf: Nach den Schüssen habe der mutmaßliche Täter das Museum betreten, wo er von privaten Sicherheitskräften festgenommen worden sei. Er habe dabei einen propalästinensischen Slogan skandiert («Free, free Palestine»), schilderte die Polizeichefin.
  • Die Hintergründe: Die Bundespolizei FBI untersucht den Fall als ein mögliches Hassverbrechen. Sowohl US-Präsident Donald Trump als auch sein Außenminister Marco Rubio sprachen von einem antisemitischen Hintergrund der Tat.
  • Die Schwere des Vorfalls hat weltweit Besorgnis ausgelöst. Israel hat angekündigt, nach den Geschehnissen eine striktere Sicherheitsmaßnahme für seine Auslandsvertretungen einzuführen.

  • Die Botschaften: Israel will seine Vertretungen weltweit nach der Tat stärker sichern. Das ordnete Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach Angaben seines Büros an.

Was wir nicht wissen

  • Die Tat: Unklar ist, warum der Täter diese beiden Botschaftsmitarbeiter attackierte und ob sich Opfer und mutmaßlicher Schütze kannten. Er näherte sich einer Gruppe von vier Personen und schoss dann auf die beiden. Unklar ist auch, ob es Mitwisser gab. Das FBI prüft mögliche Verbindungen zu Terrorgruppen.
  • Der Verdächtige: Weitere Details zum Hintergrund des Mannes sind unklar. Die Ermittlungsbehörden haben sich bislang nicht zu seinem Motiv festgelegt.
Update: In einer früheren Version des Artikels hieß es, «Bei der erschossenen Frau handelt es sich um Sarah Milgram.» Auf einem Social-Media-Kanal der Frau und bei israelischen Behörden lautet der korrekte Name entgegen früherer Schreibweisen «Milgrim». Das wurde korrigiert.
Notfall / Religion / Konflikte / Kriminalität / USA / Israel / Hintergrund
22.05.2025 · 16:17 Uhr
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