Gesperrte Übernahmegespräche belasten Wacker Neuson – Unternehmen schaut zuversichtlich in die Zukunft
Beim prestigeträchtigen Baumaschinenhersteller Wacker Neuson sorgten gescheiterte Übernahmeverhandlungen mit dem südkoreanischen Mischkonzern Doosan Bobcat für finanzielle Belastungen im Schlussquartal des vergangenen Jahres. Dies führte zu Kosten, die das operative Ergebnis des Unternehmens trotz eines gestiegenen Ebit von rund 132 Millionen Euro negativ beeinflussten. Zwar erreichte die Ebit-Marge eine Steigerung um 0,5 Prozentpunkte auf insgesamt 6 Prozent, doch lag sie damit unter den eigenen Erwartungen von 6,5 bis 6,8 Prozent. Die Rechts- und Beratungskosten, die in Zusammenhang mit den geplatzten Übernahmegesprächen entstanden waren, gepaart mit Wertminderungen auf Vermögenswerte, wurden als Hauptursache für das verfehlte Profitabilitätsziel genannt. Wäre es nicht zu diesen außerordentlichen Posten gekommen, hätte die Ebit-Marge des Unternehmens bei 6,5 Prozent gelegen.
Der Umsatz von 2,2 Milliarden Euro blieb dabei stabil und entsprach der mittleren Prognosevorgabe von Wacker Neuson. Der eigentliche Plan sah vor, dass Doosan Bobcat rund 63 Prozent der Anteile von Großaktionären erwerben und den verbleibenden Aktionären ein Barangebot unterbreiten würde. Dies hatte die Aktie von Wacker Neuson zeitweise auf über 26 Euro katapultiert, bevor das Aus der Übernahme die Kurse drückte.
Dennoch sieht Wacker Neuson dem neuen Geschäftsjahr optimistisch entgegen. Angesichts positiver Entwicklungen durch Infrastruktur- und Modernisierungsprogramme in Europa sowie einer stabilen Nachfrage in Nordamerika trotz laufender US-Zölle erwartet das Unternehmen eine moderate Umsatzsteigerung und eine Verbesserung seiner operativen Marge. Spannung verspricht der 26. März 2026, an dem Wacker Neuson die finalen Geschäftszahlen für 2025 und eine detaillierte Vorschau auf 2026 publizieren will. Mit einer Produktpalette, die von Baggern und Radladern bis hin zu Stampfern und Walzen reicht, steht Wacker Neuson bereit, sich den Herausforderungen des Marktes zu stellen und auf ein solides Geschäftsjahr zurückblicken zu können.

