Gepflegte Nachlassplanung: Wenn finanzielle Fürsorge den Trauerprozess erleichtert
Der Verlust eines geliebten Menschen ist schmerzhaft. Wenn dieser Verlust zusätzlich mit finanziellen Unklarheiten einhergeht, kann der Trauerprozess noch belastender werden. Der Überblick über die finanziellen Angelegenheiten und die Rechte der Hinterbliebenen kann jedoch Unsicherheiten abbauen und eine korrekte Abwicklung des Nachlasses sicherstellen.
Sobald eine Person verstirbt, müssen ihr Vermögen, einschließlich Geld, Immobilien, Investitionen und persönliche Gegenstände, verteilt werden. Dies erfolgt abhängig davon, ob ein Testament existiert. Mit einem Testament wird der Nachlass durch ein von Gericht überwachten Verfahren, das als Nachlassabwicklung bekannt ist, geregelt. Ein Testamentsvollstrecker kümmert sich um die Schulden, zahlt Steuern und verteilt die Vermögenswerte gemäß der Willensbekundungen.
Es gibt oft das Missverständnis, dass Angehörige die Schulden ihrer Lieben erben, erläutert Trace Brooks, ein Anwalt für Nachlassplanung aus Atlanta. Tatsächlich werden die Schulden aus dem Nachlass beglichen, bevor die Erben ihren Anteil erhalten. Nur in seltenen Fällen, beispielsweise bei gemeinschaftlich unterzeichneten Krediten oder gemeinsamen Kreditkarten, geht die persönliche Haftung auf Familienmitglieder über.
Liegt kein gültiges Testament vor, bestimmen staatliche Gesetze zur „gesetzlichen Erbfolge“, wer was erhält. In solchen Fällen ernennt das Gericht einen Verwalter, der die Schulden begleicht und den Nachlass verteilt. In vielen Bundesstaaten genießen überlebende Ehepartner und minderjährige Kinder zusätzlichen Schutz, selbst wenn sie im Testament nicht ausdrücklich erwähnt sind.
Einige Vermögenswerte – einschließlich Versicherungspolicen mit benannten Begünstigten, Bankkonten mit entsprechender Verfügungsregelung und gemeinschaftlich gehaltenem Eigentum – werden direkt an die Begünstigten übertragen, ohne dass ein Nachlassverfahren durchlaufen werden muss.
Um eine reibungslose Übertragung von Vermögenswerten zu gewährleisten, sollten Angehörige wichtige Dokumente sammeln und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, wenn der Umfang des Nachlasses dies erfordert. Eine frühzeitige Planung und Kommunikation über den eigenen Nachlass kann den Hinterbliebenen viel Mühe ersparen.
Bereits die Erstellung eines gültigen Testaments kann entscheidend sein. Einer Umfrage von Caring.com zufolge ist der Prozentsatz der Amerikaner mit einem Testament von 33 % im Jahr 2022 auf 24 % im Jahr 2025 gesunken. Brooks empfiehlt zudem, die eigenen Finanzen zu konsolidieren und das Leben finanziell zu vereinfachen. Dies erleichtert es dem Testamentsvollstrecker, den Nachlass ins Reine zu bringen und fortzuführen.

