Geopolitische Spannungen im Mittleren Osten lassen Ölpreise schwanken
Die Ölpreise haben zu Beginn des Tageshandels eine bemerkenswerte Stabilität gezeigt und die jüngsten Zugewinne nahezu beibehalten, nachdem sie in den letzten vier Tagen den bedeutendsten Anstieg seit über sechs Monaten verzeichnet hatten. Hauptfaktoren hinter dieser Entwicklung sind die aktuellen Unruhen im Iran, begleitet von der Möglichkeit einer US-amerikanischen Reaktion.
Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent mit Lieferung im März lag bei 65,24 US-Dollar, was einem Rückgang von 23 US-Cent entspricht. Parallel dazu fiel der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI für die Februarlieferung um 26 Cent auf 60,89 Dollar. Am vorherigen Abend hatten die Brentpreise ein Hoch erreicht, das seit Oktober letzten Jahres nicht mehr verzeichnet worden war, während die Preise für US-Öl auf ihren höchsten Punkt seit Anfang November gestiegen waren.
US-Präsident Donald Trump zeigte sich besorgt über die jüngsten Entwicklungen und warnte die iranische Führung vor möglichen harten Reaktionen bei Hinrichtungen von Demonstranten. In einem Interview mit CBS News in Detroit blieb Trump jedoch vage über die Details seiner Drohung.
Laut dem Ölanalysten Zhou Mi von Chaos Ternary Futures prägen das anhaltende Überangebot und potenzielle geopolitische Spannungen weiterhin den Ölmarkt. Kurzfristige Preisfluktuationen sind durch die Vorgänge im Iran wahrscheinlich, wobei eine mögliche militärische Intervention der USA die Notierungen vermutlich in die Höhe treiben würde.
Zusätzlich wird die Ölmarktsituation durch das Geschehen in Venezuela, einem Land mit den weltweit größten Ölreserven, weiter kritisch überwacht.

