Generalsanierung der Bahnstrecke: Eine vorweihnachtliche Geduldsprobe für Reisende

Die strategisch bedeutsame Bahnstrecke von Köln über Wuppertal nach Hagen tritt in eine intensive Phase der Umgestaltung ein. Noch bevor die umfassende Generalsanierung beginnt, wird die Strecke bereits für eine Woche stillgelegt. Vom 26. Dezember abends bis zum 2. Januar 2023 müssen Reisende im Regionalverkehr auf Busse ausweichen, während Fernzüge größere Umwege in Kauf nehmen müssen. Diese vorübergehende Schließung ist notwendig, um endgültige Vorbereitungen für die umfangreiche Sanierung im neuen Jahr zu ermöglichen.
Vom 6. Februar bis zum 10. Juli wird die 65 Kilometer lange Strecke gänzlich stillgelegt und einer gründlichen Erneuerung unterzogen. Die Renovierungsarbeiten umfassen nicht nur Gleise und Weichen, sondern auch Brücken und Lärmschutzwände. Zudem werden die Bahnhöfe modernisiert, um das Netzwerk zukunftsfähiger zu gestalten.
Die Auswirkungen auf den Fernverkehr sind erheblich. Fernzüge zwischen Köln und den Metropolen Berlin und Hamburg werden über die Städte Düsseldorf und Duisburg umgeleitet, was die Fahrzeit um 20 bis 40 Minuten verlängert. Stationen in Wuppertal, Solingen und teilweise Hagen werden in dieser Zeit von Fernzügen nicht bedient. Auch IC-Verbindungen auf diesem Abschnitt sind betroffen und entfallen weitestgehend.
Die Bedeutung der Strecke als zentrale Verkehrsachse in Nordrhein-Westfalen kann nicht unterschätzt werden. Aufgrund der hohen Frequenz an ICE-, Regional- und Güterzügen strebt die Deutsche Bahn danach, durch das 800 Millionen Euro schwere Sanierungsprojekt die Effizienz des Schienennetzes deutlich zu steigern. Dieses Vorhaben markiert den ersten Einsatz der umfassenden Generalsanierungsstrategie in NRW.
Im Regionalverkehr herrscht ebenfalls Chaos, da die Strecke zwischen Köln und Wuppertal vollständig blockiert ist. Einige Regionalzüge können zwar über alternative S-Bahn-Gleise umgeleitet werden, dennoch kommt es zu signifikanten Änderungen und Ausfällen auf vielen Linien. Ersatzbusse sollen die Lücke schließen, wobei manche von ihnen wie S-Bahnen sämtliche Haltestellen bedienen, während andere als Expressbusse konzipiert sind und nur die Hauptstationen anfahren. Trotz aller Vorkehrungen ist die Reise mit Ersatzbussen zeitintensiv. So verlängert sich beispielsweise die Fahrzeit von Wuppertal nach Köln deutlich, von nur 34 Minuten auf satte eineinhalb Stunden. Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden, die Online-Auskunft zu nutzen, um stets über alle Änderungen informiert zu sein und ihre Reise entsprechend umzuplanen.

