General Motors sieht Milliardenbelastungen durch US-Zölle
Der traditionsreiche US-Automobilhersteller General Motors hat mit den Folgen der verhängten US-Zölle zu kämpfen und rechnet mit erheblichen finanziellen Einbußen. Trotz jüngst beschlossener Erleichterungen beim Import von Autoteilen kalkuliert das Unternehmen immer noch mit Zusatzkosten von 4 bis 5 Milliarden US-Dollar.
Diese Neuigkeiten ließ Konzernchefin Mary Barra am Donnerstag in einem Brief an die Aktionäre verlauten, was eine spürbare Anpassung der finanziellen Erwartungen zur Folge hatte. Dementsprechend kappte GM seine Prognosen für den bereinigten Gewinn vor Steuern und Zinsen für das kommende Jahr und setzt diese nun auf 10 bis 12,5 Milliarden Dollar herab. Zuvor ging das Unternehmen von einem Potenzial bis zu 15,7 Milliarden Dollar aus.
Interessanterweise verzeichnete die GM-Aktie dennoch einen Anstieg um 2,4 Prozent im vorbörslichen Handel, was auf ein optimistisches Echo bei den Anlegern schließen lässt. Bereits wenige Tage zuvor hatte General Motors seine Quartalszahlen präsentiert und gleichzeitig angekündigt, den Jahresausblick nochmals zu überarbeiten.
Dies erfolgte in Erwartung, die seinerzeit spekulierten Zoll-Erleichterungen genau zu bewerten und in die eigene Prognose einfließen zu lassen. Eine eigens einberufene Konferenz mit Analysten wurde für diesen Donnerstag angesetzt, um weitere Details zu erörtern.

