Genehmigung für Suedlink: Grünes Licht für Deutschlands größte Stromtrasse
Die finale Genehmigung für den Bau der Stromtrasse Suedlink wurde von der Bundesnetzagentur erteilt. Damit ist der entscheidende Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt zwischen Gerstungen in Thüringen und Mellrichstadt in Bayern offiziell erteilt, wie von den Netzbetreibern Tennet und TransnetBW verkündet wurde.
Der Suedlink stellt einen essenziellen Teil der Energiewende dar und verbindet als eine der bedeutendsten neuen Stromtrassen den Norden Deutschlands mit dem Süden. Die 700 Kilometer lange Strecke beginnt in der Nähe von Brunsbüttel in Schleswig-Holstein und führt durch die Mitte der Bundesrepublik bis nach Bergrheinfeld bei Schweinfurt in Unterfranken, mit einem Abzweig nach Leingarten in Baden-Württemberg. Die geplanten Erdkabel sollen eine Energieleistung von vier Gigawatt übertragen und bis Ende 2028 fertiggestellt sein.
Mit der jüngst erteilten Genehmigung befinden sich die Bauarbeiten des Trassenprojektes von Tennet und TransnetBW in sämtlichen sechs involvierten Bundesländern in vollem Gange; der Baubeginn datiert auf das Jahr 2023 zurück. Tim Meyerjürgens, der Deutschland-Chef von Tennet, unterstrich die Bedeutung der Erfahrungen, die beim Projekt Suedlink gesammelt werden. Diese sollten genutzt werden, um künftige Netzausbauprojekte effizienter von der Planung bis zur Baugenehmigung voranzubringen.

