Gemischte Vorzeichen am Ölmarkt: Handelskonflikte und Angebotsausweitung drücken Preise
Die Stimmung an den Ölmärkten bleibt angespannt, denn die Ölpreise setzen ihren Abwärtstrend fort. Der Auslöser hierfür liegt insbesondere in der verschärften Zollpolitik der neuen US-Regierung, die weltweit ökonomische Turbulenzen auslöst und die Nachfrage nach Rohöl schwinden lässt.
Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April fiel auf 70,55 US-Dollar, ein Minus von 1,07 Dollar im Vergleich zum Vortag. Zwischenzeitlich notierte der Brent-Preis sogar auf 70,18 Dollar, dem niedrigsten Stand seit Oktober 2024. Auch das US-amerikanische Rohöl West Texas Intermediate (WTI) verzeichnete einen Rückgang und liegt nun bei 67,58 US-Dollar pro Barrel.
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump sorgte durch die Einführung neuer Zölle auf Güter aus Mexiko und Kanada für Verwerfungen auf den Märkten. Ebenfalls doppelte Trump die Zölle auf Waren aus China, was die Lage weiter anheizt und Ängste vor einem Eskalieren der Handelskonflikte schürt. Michael Pfister, Analyst bei der Commerzbank, warnt vor einem drohenden Handelskrieg mit unklaren Konsequenzen für die globale Wirtschaft, von dem auch die USA nicht verschont bleiben würden.
Inmitten der Unsicherheiten nimmt auch das Angebot an Bedeutung zu. Die Opec+ Staaten, welche zuvor Förderkürzungen vereinbart hatten, planen nun eine teilweise Wiederaufnahme der Förderung. Ab April soll die Ölproduktion schrittweise um 2,2 Millionen Barrel pro Tag ausgeweitet werden, was von US-Präsident Trump, der seit Langem eine Ausweitung der Produktion fordert, positiv aufgenommen wird.

