Gemischte Signale an den US-Börsen: Tech-Titel glänzen, Standardwerte schwächeln
Eine uneinheitliche Woche am US-Aktienmarkt findet ihren Ausklang: Während Standardwerte am Freitag nachgaben, zeigte sich im Technologiebereich eine positivere Entwicklung. Besonders die prominente Gruppe der "Magnificent 7" konnte sich hervortun, mit deutlichen Zuwächsen bei Microsoft, Meta, Amazon und Nvidia.
Der Verlauf der Handelswoche war vor allem durch geopolitische und handelspolitische Entwicklungen geprägt. Der vorübergehend entschärfte Konflikt um Grönland sowie die Rücknahme der Strafzolldrohungen durch US-Präsident Donald Trump gegen acht europäische Länder sorgten für Spannung. Positiv überraschte zudem die Aufhellung des Konsumklimas in den USA im Januar, wie eine zweite Schätzung der Universität Michigan ergab.
Der Dow Jones Industrial verzeichnete ein Minus von 0,58 Prozent, was einem Schlussstand von 49.098,71 Punkten entspricht, und verlor auch auf Wochensicht um 0,53 Prozent. Der S&P 500 legte am Freitag leicht um 0,03 Prozent zu, schloss jedoch die Woche mit einem Verlust von 0,35 Prozent. Der Nasdaq 100, technologieorientiert wie er ist, legte am letzten Handelstag der Woche um 0,34 Prozent zu und konnte eine Wochenbilanz von plus 0,3 Prozent ziehen.
Eine Flucht in sichere Häfen brachte den Edelmetallen erneut Auftrieb. Der Silberpreis durchbrach die bemerkenswerte Marke von 100 Dollar je Feinunze, während Gold sich der Schwelle von 5.000 Dollar näherte. Aktien von Silberproduzenten, darunter Pan American Silver, First Majestic, Wheaton und Hecla Mining, profitierten vom Edelmetallboom mit Kursanstiegen von bis zu 5 Prozent.
Belastet zeigten sich hingegen die Aktien des Chipherstellers Intel, die durch Lieferengpässe und ein enttäuschendes Umsatzziel für das laufende Quartal stark unter Druck gerieten und um 17 Prozent fielen. Analyst Harlan Sur von JPMorgan sieht den vorhergehenden Kursanstieg als überzogen, trotz Anhebung seines Kursziels.
Dagegen legten die Papiere von Nvidia um 1,5 Prozent zu, nachdem chinesische Behörden den Erwerb von Nvidias H200-KI-Chips durch lokale Tech-Giganten genehmigt hatten. Auch CSX überzeugte mit einem besseren Umsatzausblick für 2026 und stieg um 2,4 Prozent. Alaska Air profitierte von hoher Nachfrage und verbuchte einen Gewinnsprung von 4,1 Prozent, während der Ausblick auf 2026 enttäuschte. Besonders stark performten die Aktien von Booz Allen Hamilton, die dank eines positiven Analystenfeedbacks um 6,8 Prozent zulegten.

