Geheime Friedensverhandlungen: Ukraine unter Druck
Der Druck auf die Ukraine steigt, nachdem Berichte über einen geheimen Friedensplan zwischen der US-Führung und Russland die Runde machen. Laut der "Financial Times" sollen die Verhandlungen große Zugeständnisse von der Ukraine erfordern, wie die vollständige Räumung der umkämpften Gebiete Donezk und Luhansk sowie eine Halbierung ihrer Armee.
Gleichzeitig steht in Kiew ein Treffen von Präsident Wolodymyr Selenskyj mit einer US-Militärdelegation an, während in Brüssel die EU-Außenminister potentielle Maßnahmen gegen die sogenannte russische Schattenflotte im Rahmen der Energiesanktionen diskutieren. Laut "Axios" wurde der Friedensvorschlag von Steve Witkoff, Trumps Sondergesandtem, und Kirill Dmitrijew aus Moskau erarbeitet und dem Chef des ukrainischen Sicherheitsrates zur Kenntnis gebracht.
Der Kremlsprecher Dmitri Peskow wies allerdings auf das bereits bei einem Gipfel in Alaska im August zwischen Trump und Putin Besprochene hin und leugnete neue Vorschläge. Weitere Forderungen betreffen die Anerkennung Russisch als Staatssprache und die Zulassung der moskautreuen orthodoxen Kirche.
In der Ukraine stehen die Zeichen auf Sturm: Ein stetiges Vorrücken der Front und innenpolitische Herausforderungen setzen Selenskyj unter Druck. Zwei Minister sind bereits zurückgetreten, und es wird über neue personelle Konsequenzen diskutiert. Selenskyj bittet dennoch um Trumps Unterstützung für einen gerechten Frieden.
Während Ankara als Ort für weitere Verhandlungen diskutiert wird, und auch die Türkei und Katar erwähnt werden, bleibt eine aktive Rolle der Europäer unklar. Ein Vertrauter von Trump betonte jedoch, dass die Vorschläge als vernünftig betrachtet werden und Selenskyj dem Druck nachgeben müsse.

