Freudentränen und Tränengas: Der komplexe Austausch zwischen Israel und Palästina
Israel hat den Prozess der Freilassung palästinensischer Gefangener und Häftlinge eingeleitet, und bereits erreichten erste Busse mit Entlassenen Ramallah im Westjordanland. Diese Entwicklung folgte auf den Einsatz von Tränengas und Schallgranaten durch israelische Sicherheitskräfte, die auf Versammlungen von Wartenden und Journalisten reagierten.
In der Stadt Ramallah, Sitz der Autonomiebehörde unter Präsident Mahmud Abbas, wurden die entlassenen Insassen herzlich von ihren Familien und Freunden empfangen. Es handelte sich um Insassen, die langjährige Haftstrafen abbüßten, deren genaue Zahl jedoch zunächst unklar blieb. Israel beharrte darauf, wie bei früheren Entlassungen öffentliche Feiern und Paraden zu untersagen.
Im Rahmen einer Waffenruhe mit der Hamas plant Israel, rund 1.700 im Gazastreifen verhaftete Palästinenser und etwa 250 zu langen Haftstrafen verurteilte Häftlinge freizulassen. Bereits am Morgen hatte die Hamas die Freilassung der letzten 20 Männer verkündet, die vor zwei Jahren aus Israel entführt worden waren. Diese Vereinbarung wurde durch indirekte Verhandlungen unter Einfluss von US-Präsident Donald Trump erreicht.
Zum Auftakt der Freilassungen sind zunächst 250 Häftlinge vorgesehen, davon 154 zur Abschiebung in Drittländer. Die übrigen 96 Häftlinge sollen ins Westjordanland, nach Jerusalem oder in den Gazastreifen überführt werden. Details zur Freilassung der restlichen 1.700 im Gazakrieg verhafteten Palästinenser wurden noch nicht bekannt gegeben.
Die Freilassung der 20 Männer, die vor Jahren im Zuge eines Angriffs der Hamas entführt wurden, verdeutlicht die tragische Vorgeschichte: Der Angriff im Oktober 2023 kostete rund 1.200 Israelis das Leben und führte zur Entführung von 251 Personen.

