Forsa-Umfrage: Deutsche pflegen gute Nachbarschaft
Berlin - Die Deutschen kommen mit ihren Nachbarn überwiegend gut aus, verbringen aber oft kaum Zeit miteinander. Das berichten RTL und ntv unter Berufung auf eine Forsa-Umfrage.
Demnach bewerten 70 Prozent ihr Verhältnis zur Nachbarschaft als gut oder sehr gut. Nur drei Prozent sprechen von einem schlechten Verhältnis. Gleichzeitig geben jedoch 39 Prozent an, sich mit Menschen aus der Nachbarschaft überhaupt nicht für gemeinsame Aktivitäten oder Besuche zu treffen. Weitere 28 Prozent tun dies seltener als einmal im Monat.
Besonders deutlich sind die Unterschiede zwischen Stadt und Land: In ländlichen Regionen beschreiben 73 Prozent ihr Verhältnis zu den Nachbarn als gut, in Städten sind es 68 Prozent. Auch nachbarschaftliche Kontakte sind auf dem Land häufiger. Während sich in städtischen Gegenden fast jeder Zweite (48 Prozent) gar nicht mit Nachbarn trifft, sind es auf dem Land nur 31 Prozent. Zudem helfen Menschen in ländlichen Regionen häufiger aktiv in der Nachbarschaft aus - etwa beim Blumengießen, Einkaufen oder bei Reparaturen.
Für eine gute Nachbarschaft zählen nach Ansicht der Befragten vor allem Rücksichtnahme und Höflichkeit. Jeweils 95 Prozent halten etwa respektvollen Umgang oder Grüßen für wichtig. Gemeinsame Feiern oder Unternehmungen spielen dagegen nur für 28 Prozent eine größere Rolle. Streit mit Nachbarn hatte laut Umfrage etwa jeder Vierte schon einmal.
Am 29. Mai ist bundesweiter Nachbarschaftstag. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Tag vor neun Jahren um den Geburtstag des Grundgesetzes am 23. Mai ins Leben gerufen. Er wird gemeinsam mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) umgesetzt.
Datenbasis: 1.003 Befragte. Erhebungszeitraum: 26. und 27. Mai 2026.


