Impulsiv und süchtig: Umfrage zeigt, wie unbewusst wir zur Zigarette greifen

Viele Raucher glauben, sie hätten ihren Konsum im Griff und würden nur in bestimmten Situationen – etwa zum Kaffee oder in der Gesellschaft von Freunden – zur Zigarette greifen. Doch eine aktuelle Umfrage der Plattform Vapeglobe.de räumt nun gründlich mit diesem Mythos auf. Die Daten von 1.000 Teilnehmern zeigen: Das Rauchen in Deutschland ist ein zutiefst impulsives Verhalten, das selten rationalen Mustern folgt.
Satte 40,1 Prozent der Deutschen planen ihren Tabakkonsum nämlich überhaupt nicht. Der Griff zur Schachtel passiert komplett spontan und unbewusst, oft gesteuert durch plötzlichen Stress, Langeweile oder emotionale Reize. Nur eine kleine Minderheit von rund 11 Prozent folgt einer festen Routine oder einem durchgetakteten Tagesablauf. Das macht das Aufhören laut Experten besonders schwer, da das Verhalten so tief im Unterbewusstsein verankert ist.
Ein geschlechtsspezifisches Konsumverhalten
Die Umfrage legt außerdem offen, dass Männer und Frauen eine völlig unterschiedliche Dynamik an den Tag legen, wenn es um Nikotin geht. Männer sind statistisch gesehen die absoluten „Heavy User“:
- 41,3 Prozent der Männer rauchen täglich zwischen 11 und 20 Zigaretten.
- Bei den Frauen liegt dieser Wert bei 34,1 Prozent.
Dieses Verhalten schlägt sich natürlich auch direkt auf dem Bankkonto nieder. Während der Bundesdurchschnitt bei monatlich 50 bis 100 Euro liegt, verqualmen über 17 Prozent der männlichen Raucher zwischen 200 und 400 Euro im Monat. Frauen zeigen sich hier deutlich preisbewusster – oder schlicht kontrollierter: Nur 12,7 Prozent von ihnen erreichen diese hohen Summen.
Einig sind sich die Geschlechter allerdings beim morgendlichen Start: Über 71 Prozent aller Befragten rauchen innerhalb der ersten Stunde nach dem Aufstehen, 26,3 Prozent sogar sofort nach dem Augenöffnen.

