Ford wagt Neuausrichtung: Milliarden-Abschreibung und Fokus auf Hybrid-Fahrzeuge
Ford setzt zum strategischen Kurswechsel an: Das verlustreiche Elektroauto-Geschäft des US-Autobauers wird grundlegend umstrukturiert, was eine Abschreibung in Höhe von 19,5 Milliarden Dollar nach sich zieht. Der Großteil dieser enormen Summe wird im aktuellen vierten Quartal veranschlagt. Mit der Einstellung des vollelektrischen Modells des populären Pickups F-150, kehrt der Konzern zurück zu bewährten Hybridantrieben und plant, künftig kleinere und preisgünstigere Elektrofahrzeuge auf den Markt zu bringen. Diese Ankündigung verhalf der Ford-Aktie im nachbörslichen Handel zu einem Kursgewinn von 1,4 Prozent.
Ford blickt optimistisch in die Zukunft und erwartet bis 2025 im Tagesgeschäft ein etwas höheres bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Nach dem Bewertungsschub sollen es jetzt rund 7 Milliarden Dollar sein, ein Anstieg gegenüber der früheren Prognose von 6 bis 6,5 Milliarden Dollar.
Influenced durch Teslas Erfolg, hatten die großen US-Automobilhersteller wie General Motors, Ford und Stellantis in der Vergangenheit massiv in die Elektromobilität investiert. Hierbei stand auch die Elektrifizierung der in den USA beliebten Pickups im Fokus. Obwohl der Ford F-150 eines der meistverkauften Modelle ist, konnten weder er noch Teslas Cybertruck die erhofften Verkaufszahlen erzielen. Die Streichung der Elektroauto-Prämie durch die Trump-Regierung verstärkte die Absatzschwierigkeiten.
Durch kontinuierliche Verluste im Elektroauto-Geschäft, die bislang durch Gewinne aus der Verbrenner- und Nutzfahrzeugsparte abgefedert wurden, hat Ford nun entschieden, eine neue Fahrzeugplattform zu entwickeln. Diese wird es ermöglichen, Elektrofahrzeuge ab einem erschwinglichen Preis von 30.000 Dollar anzubieten, um somit eine breitere Kundengruppe zu erreichen.

