Flughafenstreik in Lissabon: Passagiere müssen sich auf Flugausfälle einstellen
Ein Arbeitskampf des Bodenpersonals hat den Flughafen Humberto Delgado in Lissabon, der Hauptstadt Portugals, in der Hauptreisezeit lahmgelegt und sowohl zu Flugstreichungen als auch zu erheblichen Wartezeiten geführt. Am stärksten getroffen wurde die nationale Fluggesellschaft TAP.
Seit Beginn des Streiks in der Nacht auf Freitag wurden laut der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa, gestützt auf Angaben vom Flughafenbetreiber Ana, bereits 19 Flüge gestrichen. Auch Frankfurt blieb nicht unverschont; so fiel am Samstag ein geplanter Flug der TAP dorthin aus. Verspätungen bei Abflügen waren ebenfalls an der Tagesordnung, was die Geduld vieler Reisender auf die Probe stellte.
Zudem mussten rund 25 Flugzeuge ohne das aufgegebene Gepäck abheben, wie ein Gewerkschaftssprecher berichtete. Obwohl ein Gericht die Durchsetzung von Mindestdienstleistungen veranlasst hatte, um die Auswirkungen zu mindern, reißen die Probleme nicht ab.
Lissabon verzeichnet in der Hochsaison täglich etwa 720 Starts und Landungen. Im letzten Jahr wurden in Portugal circa 29 Millionen internationale Touristen begrüßt.
Der Streik des Bodendienstleisters Menzies, insbesondere bei TAP tätig, war ursprünglich für Ostern vorgesehen und wurde nach Verhandlungen zunächst ausgesetzt. Dieser wird voraussichtlich bis Montag andauern. Sollten die Forderungen der Gewerkschaft nach besseren Löhnen und Arbeitsbedingungen nicht berücksichtigt werden, stehen weitere Streiks an, die möglicherweise auch die Flughäfen Faro, Porto und Madeira betreffen könnten.
Termine für zusätzliche Ausstände sind für die Wochenenden im August und Anfang September angekündigt.

