Finanzielle Bedenken in Deutschland im europäischen Vergleich besonders stark ausgeprägt
Eine jüngste Umfrage hat offenbart, dass die finanzielle Besorgnis in Deutschland stärker ist als in jedem anderen untersuchten europäischen Land. Der Informationsdienstleister Crif befragte rund 6.000 Menschen in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Großbritannien. Dabei zeigte sich, dass die 1.000 deutschen Teilnehmer am wenigsten optimistisch hinsichtlich ihrer finanziellen Situation in den kommenden zwölf Monaten sind.
Laut Frank Schlein, Geschäftsführer von Crif Deutschland, ist die Besorgnis über die finanzielle Zukunft tief in der deutschen Gesellschaft verwurzelt. Acht von zehn Deutschen äußerten Bedenken um ihre finanziellen Aussichten, was als klares Alarmsignal gewertet wird.
Insbesondere ein Viertel der Befragten zweifelt bereits an ihrer Fähigkeit, Rechnungen pünktlich begleichen zu können, während ein Drittel weitere finanzielle Verschlechterungen befürchtet. Als Hauptursache für diese pessimistische Grundhaltung benennt Crif den Druck durch steigende Lebenshaltungskosten.
Beispielsweise haben 32 Prozent der Befragten höhere Ausgaben für Miete oder Immobilienfinanzierungen als noch vor fünf Jahren. Ähnliche Trends sind bei Versicherungskosten und Ausgaben an der Tankstelle zu beobachten.
Zudem gaben 44 Prozent der Teilnehmer an, dass sich ihre Haushaltskosten erhöht haben. Der finanzielle Druck zwingt viele Deutsche zu einer restriktiveren Ausgabenpolitik.
59 Prozent der Befragten erklärten, dass sie im Laufe des letzten Jahres sparsamer geworden sind.

